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<title>BLANK-Magazin</title>
<link>http://www.blank-magazin.de</link>
<description>Berliner Magazin zum Thema Gesellschaft, Diskurs und Disco</description>
<language>de-de</language>
<copyright>13.05.2011</copyright>
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<title>Mode: Easy Rider</title>
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<![CDATA[<img src="http://blank-magazin.de/images/2011/galerie/easyrider/easyrider_intro.jpg" />
<p>Wenn man die gerade abgeschlossene Jungdesignerin Lina Lerch fragt, wie es zu dieser Kollektion, die harte (Leder, Denim) und weiche Materialien (Baumwoll-Gemische, fließende Stoffe) gekonnt mischt, kommt, ist die Antwort klar und deutlich: "Das ist Kleidung für starke, selbstbewusste, abenteuerlustige und sexy Frauen." Punkt. Bitte mehr davon. </p>
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<link>http://blank-magazin.de/index.php#easyrider</link>
<!--<author>Autor des Artikels &lt;E-Mail-Adresse&gt;</author>-->
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<title>Musik: Jetzt wirts schwäbisch</title>
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<![CDATA[<img border="0" src="http://blank-magazin.de/images/2011/musik/wirtshaus-peaches.jpg">
<p>Es ist inzwischen ja schon gute Tradition geworden, dass wir auf die Jägermeister Wirtshaus Tour hinweisen und deshalb tun wir das auch bei der dritten Auflage wieder. Nach Berlin und Frankfurt arbeitet sich das Konzept Eichenholzfurnier trifft Mischpult, Electro meets Wirtshaus langsam gen Süden vor und macht diesmal im Calwer Eck Bräu in Stuttgart Station. [...]</p>
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<link>http://blank-magazin.de/index.php#wirtshaus-tour-mai</link>
<!--<author>Autor des Artikels &lt;E-Mail-Adresse&gt;</author>-->
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<title>Musik: Beck's for good (Gewinnspiel)</title>
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<![CDATA[<img border="0" src="http://blank-magazin.de/images/2011/verlosung/becks_experiences.jpg">
<p>Aufpassen, Freunde. Beck's hat uns auf diesen Seiten ja schon – da darf man auch mal unkritisch sein – so manch schöne Veranstaltung kennen lernen lassen. Und diese Tradition wird auch 2011 fortgesetzt. Denn der Start der neuen Veranstaltungsreihe "Beck's Gold Fresh Experiences" steht kurz bevor. Das Konzept? Ungewöhnliche Ereignisse an ungewöhnlichen Orten in den Metropolen Deutschlands. </p>
<p>Soll heißen: Locations werden in Beschlag genommen, ihre eigentliche Bestimmung wird für eine Nacht umgewidmet. Los geht die Reihe am 30. Mai im K21 Ständehaus in Düsseldorf, einem Museum, das 364 Tage im Jahr zeitgenössische Kunst des 21. Jahrhunderts beherbergt. Am 365. aber nicht. Denn da kommen die Leute mit dem Bier. Ja, könnte man jetzt denken: Bier im Museum – aufregend, hoho. Konventionsbruch, Provokation. Aber das wäre zu lahm. Denn Beck's fährt nicht nur Flüssiges auf, sondern auch einen ganzen Haufen Ideen und vor allen Dingen exklusives Entertainmentprogramm und ihr könnt dabei sein. Und zwar entweder als Besucher oder aber als Protagonist der Veranstaltung. Beck's sucht nämlich talentierte Fotokünstler, die sich für genial, stilsicher, publikumstauglich und visionär genug halten, eine Flasche Beck's Gold im neuen Design in einem exotischen, außergewöhnlichen Kontext in Szene zu setzen. </p>
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<link>http://blank-magazin.de/index.php#becks-gold-experiences</link>
<!--<author>Autor des Artikels &lt;E-Mail-Adresse&gt;</author>-->
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<title>Musik: Weisheit statt Wut</title>
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<img border="0" src="http://www.blank-magazin.de/images/2011/musik/der-w.jpg">
<p>Stephan Weidner ist 2011 nicht mehr der Bassist der einst heftigst umstrittenen und 2005 aufgelösten Böhsen Onkelz, sondern ganz schlicht DER W. Das aktuelle Album "Autonomie!" stieg Ende 2010 auf Platz 3 der Media Control Charts ein und liefert neben den obligatorischen Mitsingnummern einen großen Haufen an vertracktem, hintersinnigem und manchmal auch sperrigem Material. Dass das trotzdem zieht, davon zeugte Mitte März eine mit 3500 Menschen ausverkaufte Columbiahalle in Berlin. </p>

<p>Als um 21.10 Uhr der Vorhang mit dem Opener "Was ist denn hier nicht los" fällt, wird klar, dass sich Weidner wieder eine besondere Inszenierung für sein Material hat einfallen lassen: Die Zuschauer erwartet eine kompakte, mit scheinbar wild drapierten Mikroständern, Backlineteilen und mit zwei Drumkits seltsam vollgestellte Bühne, die eine Proberaumatmosphäre suggerieren soll. Aber Weidner wäre nicht Weidner, wenn er es dabei belassen hätte. Denn optisch wird die Show auf die ganz große Bühne durch vier hinter den Musikern aufgebaute Screens, auf denen beinahe alle Songs des Sets mit Videomaterial oder Animationen visuell unterstützt werden. Und manchmal ist das auch nötig, denn der Frankfurter ist an diesem Abend sparsamer mit Erklärungen zu seinen Stücken und während er früher die Exegese seiner Texte öfter selbst übernommen hat, überlässt er dies 2011 verstärkt seinem gierigen Publikum.</p>

<p>So gibt Weidner in der Columbiahalle 105 Minuten einen angenehm unaufdringlichen Zeremonienmeister und spricht viel mehr vom "Können", als vom "Müssen", bietet mehr Vorschläge als Dogmen an. Er stellt Vorband und seine Mitmusiker vor, ruft dazu auf, die eigenen Shirts liegen zu lassen und stattdessen doch bitte lieber beim Support zuzuschlagen. Es scheint, als wäre "Walt Disneys böser Bruder" (Eigenbezichtigung) entspannt auf die Zielgerade in Richtung Alterswerk eingebogen. Das steht dem Frankfurter verdammt gut, denn Authentizität ist bei allem Willen zur Provokation und der Pflicht zum Beseitigen von Tabus doch noch das wichtigste Element in der Rockmusik. Und Weidner bietet zusammen mit seiner vorzüglichen Band und zwei Gastsängerinnen an diesem Abend 23 Stücke lang einen bunten, erfreulich leicht verdaulichen, unaufgeregten Mix aus straightem Rock ("Machsmaulauf", "Mein bester Feind", "Stille Tage im Klischee") Powerpop ("Urlaub mit Stalin", "Schlag mich") und einem mutigen und deshalb umso bemerkenswerteren Halb-Akkustik.Teil zum Durchschnaufen in der Mitte der Show. Die Halle dankt ihm genau diese Mischung aus alt und neu, ernst und augenzwinkernd das komplette Set lang mit Sprechchören, Applaus und vor allem sichtbarem Respekt dafür, dass Weidner eben nicht auf Nummer sicher geht, sondern "sein Ding macht". 2011 scheint DER W genau da angekommen zu sein, wo er hin wollte: Ein autonomer Künstler, der nicht (mehr) sich inszeniert, sondern eine Idee von Musik, die viel mehr darin besteht, etwas um seiner selbst willen zu erschaffen, als eine Erwartungshaltung zu bedienen. Wenn ihm sein Publikum dann weiter so gewogen bleibt, wird der Frankfurter seinen musikalischen Lebensabend nicht als "Ex-Böhser Onkel" sondern als aktuell zufriedener Mensch begehen.
              	</p>
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<link>http://blank-magazin.de/index.php#der-w</link>
<!--<author>Autor des Artikels &lt;E-Mail-Adresse&gt;</author>-->
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<title>Musik: Weisheit statt Wut</title>
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<![CDATA[
<img border="0" src="http://www.blank-magazin.de/images/2011/musik/anderson/brett_anderson_by_joachim_zimmermann_0.jpg">
<p>Früher hat er mit Suede die Rockwelt verändert. Heute spricht Brett Anderson ungern darüber. Als er schon auf dem Weg zum Has-been war, hat der Sänger drei wunderbar pathetische Meisterwerke veröffentlicht. Ohne seine Band. Trotzdem spielt er mit ihr in diesem Sommer wieder ausgewählte Festivals. Eine Re-Union, die diesen Namen nicht verdient und ein Künstler, der immer noch mehr Fragen aufwirft, als er Antworten gibt. </p>

<p>Der Mann, der gerade im Treppenhaus fotografiert wird, ist nicht Iggy Pop. Der Handwerker ist allerdings nicht von seinem Irrtum abzubringen, als er um ein Autogramm bittet. Sein ungläubiges Gesicht macht deutlich, dass ihm der Name Brett Anderson rein gar nichts sagt. Er verlässt verwirrt das Szenario und ahnt nicht, dass der Sänger, den er soeben verwechselt hat, ebenfalls eine ganze Generation musikalisch geprägt hat. Sie nannten es damals Britpop, er wollte das nicht hören. Das selbstbetitelte Debütalbum, das Brett Anderson 1993 mit Suede veröffentlicht hat, gilt rückblickend als Initialzündung für ein Genre, das heute nicht mehr existiert. </p>

<p>Konturen einer Ikone</p>

<p>Suede wollten sich niemals im Britpop wiederfinden, wie Anderson immer wieder betont. So auch an diesem verregneten Novembertag in Berlin. Er ist gerade aus London gelandet, ein Bote bringt ihm mit  etwas Verspätung seinen Koffer vom Flughafen. Der Sänger wirkt ziemlich deplatziert in dem Konferenzraum seiner PR-Agentur, der irgendwie an ein vernachlässigtes Klassenzimmer erinnert. Doch vielleicht braucht es so ein Ambiente, um für ein Best-Of-Album zu werben. Vielleicht ist es sogar zuträglich, weil es seine Erscheinung unterstreicht. Brett Anderson trägt Seidenschal zum maßgeschneiderten Crombie Coat. In seiner Stimme liegt eine angenehme Schärfe, seine Gesten sind akzentuiert, die Gesichtszüge markant &ndash; die Spuren eines rücksichtslos gegen sich selbst gelebten Hedonismus. Es sind aber auch auch die Konturen einer Ikone. "Zu Beginn der Neunziger habe ich sehr ehrliche Songs geschrieben, wie ich die Welt damals mit meinen Augen gesehen habe &ndash; ein Engländer in London, ohne Job und Geld." Während sich 43-Jährige erinnert, isst er Weintrauben. Was bei vielen anderen ordinär wirken würde, gelingt Anderson mit selbstverständlicher Anmut. "Ich habe über diese dreckige, aber irgendwie romantische Welt um mich herum geschrieben. Später haben die Leute das als Songs über Bier oder 'Fish and Ships' interpretiert." </p>

<p>Stilisierung eines Egos</p>

<p>Es ist Andersons glamouröse Eitelkeit, die seine Songs seit jeher ausgezeichnet haben, diese Attitüde zwischen Arroganz und Zynismus. "Es kümmert mich nicht, wie ich wahrgenommen werde. Es trifft mich vielmehr, wenn meine Kunst für schlecht befunden wird." In seiner Autobigraphie "Bad Vibes" beschreibt Lukes Haines, Ex-Sänger der Auteurs, eine Szene nach dem Mercury Prize im Jahr 1993. Suede waren die Gewinner der Verleihung. Brett Anderson habe anschließend am Klavier gesessen, scheinbar in sich versunken ein paar Akkorde gespielt. Haines sah damals darin eine abgegriffene Berechnung, eine Stilisierung des eigenen Egos zur Kunstfigur. An anderer Stelle unterstellt spricht Haines von Andersons "tuntiger Aggressivität" - meint das allerdings durchaus als Kompliment. "Ich habe ein bisschen in diesem Buch gelesen. Natürlich die Passagen, in denen es um mich geht. Ich finde es interessant, dass sich Haines am Ende bei nicht allzu vielen Leuten bedankt &ndash; sehr wohl aber bei Suede." </p>  

<p>Kitsch mit Konzept</p>

<p>Brett Anderson kann das gelangweilte Unbehagen nicht verhehlen, wenn er über die Zeit spricht, als noch mit Kajal unter den Augen für den New Musical Express posierte. "Ja, vielleicht werde ich meine Memoiren schreiben. Wenn ich sechzig bin. Aber sie werden nichts damit zu tun haben, dass ich einer Band spielte. Ich würde vielleicht eher darüber schreiben, wie sich mein Leben anfühlte, als ich zwölf Jahre alt war." Ein Satz, so plakativ wie das aufgeknöpfte Hemd, in dem er sich auf der Bühne dramatisch in Pose wirft. Kitsch mit Konzept. Bei Konzerten geht er gerne in die ersten Reihen, badet sich in Berührungen &ndash; ein Rockstar zum Anfassen möchte Brett Anderson trotzdem nicht sein. Längst hat er sich seinen eigenen Protagonisten erschaffen. "In all den Interviews geht es zumeist darum, sich selbst zu unterhalten und  nichts zu bereuen, was man gesagt hat. Und es gibt Dinge, die ich nicht von mir erzählen möchte. Man muss sich ein bisschen Selbstachtung bewahren." Aber eben nicht nur das. Es ist ihm auch wichtig, den Überblick zu behalten, das Verhältnis zwischen Mensch und Medienmaschine zu reflektieren: "Manchmal schaffe ich es, aus dem Bild herauszutreten und mich aus der Perspektive anderer Menschen zu sehen. Es ist gut, sich eine Mystik zu bewahren, nicht alles preiszugeben. Wenn man sich weiterhin für mich interessiert, habe ich es richtig gemacht." Im Fazit heißt das für Brett Anderson: "Die Wahrheit wird überbewertet. Die Leute glauben manchmal alles, was du ihnen erzählst. Wenn du dich als eine Person erfinden willst, finde ich das absolut okay." </p>

<p>Freund und Fehler</p>

<p>Ob es der Aura des Brett Anderson zuträglich ist, dass er im letzten Jahr wieder mit Suede auf Tour gegangen ist und in diesem Sommer einige Festivals mit der Band spielen wird, bleibt fraglich. Im November 2010 schloss er eine reguläre Re-Union noch nahezu aus. "Ich möchte, dass Suede besonders bleibt und nicht in die Bedeutungslosigkeit abrutscht." Er ist dabei nicht so konsequent wie Bernard Bulter, bis 1994 Gitarrist und Andersons Co-Songwirter bei Suede, der in den später unter anderem die Alben von Kate Nash und den Black Kids produziert hat. Er verließ Suede im Streit und steht auch heute nicht wieder mit ihnen auf der Bühne &ndash; und dass, obwohl Brett und Bernard 2005 als The Tears wieder gemeinsam ein Album veröffentlichten und zusammen das Best-Of-Album von Suede remasterten. "Bernard war der erste den ich anrief: 'Ich möchte, dass du weiß, dass Suede wieder auf die Bühne gehen.` Und er sagte: 'Das ist schön, ich freu mich für dich.' Später gingen wir japanisch Essen, unterhielten uns und hatten einen guten Abend." Die Entscheidung seines Kollegen kann Brett vielleicht sogar etwas zu gut nachvollziehen. "Bernard hat in der Presse sehr deutlich gemacht, dass er nie wieder in einer Band spielen möchte, aus der er einmal ausgestiegen ist. Ich akzeptiere das absolut. Ein Teil von mir stimmt damit sogar vollkommen überein, dass es ein Fehler ist, Bands zu reformieren."</p>

<p>Klischees als Kunst</p>

<p>Wahrscheinlich wäre es das Beste, dass Suede nach diesem Sommer niemals auf die Bühne zurückkehren &ndash; und schon gar nicht wieder gemeinsam ins Studio gehen. Brett Anderson lässt das vakant: "Ich möchte keine Platte machen, ohne zu glauben, dass es das aufregendste Album ist, das ich jemals eingespielt habe." Sein viertes Soloalbum soll bereits aufgenommen sein, unter anderem mit Leopold Ross von The Big Pink. Produziert wurde es gemeinsam mit Leo Abrahams. "Ich bin mit ihm ins Studio gegangen, ohne das ich zuvor Songs geschrieben hatte. Wir haben drei Tage lang nur improvisiert. Anschließend haben wir uns zurückgezogen und daraus Songs entstehen lassen. Während der Arbeit wussten wir nicht, was eigentlich dabei herauskommen wird &ndash; aber es hat funktioniert." Doch was heißt das schon. Schließlich bleibt die ewige Unzufriedenheit auch für Brett Anderson ein Leitmotiv. Und es ist seine Stärke, dass er sich dabei nicht zu schade ist, Klischees zu bemühen. "Künstler sind niemals zufrieden mit ihrem Leben. Man denkt immer an einen nächsten Schritt. Ich bin auf vieles stolz war ich gemacht habe, aber gleichzeitig denke ich manchmal, dass ich einiges hätte besser machen können. Aber Fehler machen dich zu einem Menschen." Phrasen, die man in Tischdeckchen gravieren möchte. Aussagen, die auch profan klingen, wenn Anderson sie sagt. Erst später wird einem bewusst, dass genau diese Sätze manchmal überlebensgroß werden, nachdem er sie in seine Songs gebettet hat. Warum eigentlich, möchte man fragen. Doch Brett Anderson hat sich an diesem verregneten Novembertag längst mit galanter Höflichkeit zum nächsten Gespräch verabschiedet.</p>
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<link>http://blank-magazin.de/index.php#brett_anderson</link>
<!--<author>Autor des Artikels &lt;E-Mail-Adresse&gt;</author>-->
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<title>Musik: Hipp, hipp – Hurra!</title>
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<![CDATA[<img src="http://www.blank-magazin.de/images/2011/musik/JaegermeisterWirtshausTour_Berlin.jpg" />
<p>Wenn an einem Donnerstag Abend vor einer vergleichsweise bodenständige Kneipe Schlangen von jungen Menschen durch Friedrichshain mäandern, dann kann irgendwas nicht stimmen – oder Außergewöhnliches ist im Gange. Wie die Jägermeister Wirtshaus Tour.</p>
<p>Das Konzept der Veranstaltung ist klar: Die Faszination liegt im offensichtlichen Bruch, wenn der hippe Kräuterlikör-Hersteller mit einigen ebenso hippen, jungen und angesagten Künstlern in der Reisegruppe in die Kneipe umme Ecke lädt, um den Laden mal für eine Nacht zum "Place to be" zu machen. Und genau dieser Plan ist bei der ersten Ausgabe der Jägermeister Wirtshaus Tour am vergangenen Donnerstag auch aufgegangen, denn die Schar der Glücklichen, die sich Einlass zur "Jägerklause" verschaffen konnten, trafen mit den drei Herren und Damen von "We Have Band" und dem französischen DJ Yuksek auf Künstler, die den gewünschten Charme eines Stelldicheins zwischen Bühne, Kickertisch und Dartsscheibe voll mittrugen. Kneipensport unter dem Label des Herstellers, drückende Enge und eine Horde junger Leute, die sich im Zeichen des Hirschs gegenseitig versicherten, die exquisiteste Feiertruppe des Abends zu sein. Und das in Berlin... Ziel erreicht. </p>
<p>Inhaltlich hatte die Sache dann neben der Inszenierung von Brüchen und Intimitäten auch noch was zu bieten. Denn WE HAVE BAND sind sicherlich einer der spannendsten Acts dieser Tage. auch wenn das die wemigsten bisher mitbekommen haben. Das Trio bietet mutigen 80er-Elektropop mit 90er-Beats präsentiert in einer 21. Jahrhundert-Performance. Das mögen die Leute, das geht in die Beine und es dauert nicht lange, da ist die Zitadelle Jägerklause im Handstreich genommen. Entsprechend leicht hat es Yuksek dann, die durch und durch auf voller Betriebstemperatur köchelnde Menge mit Pop und Beat in die Nacht zu führen. Oder auch in den frühen Morgen, denn Schluss is´, wenn Schluss is und das entscheiden nicht die Promoter. Die letzten Gäste lösen sich erst Freitag in der Früh aus der engen Umklammerung des Herstellers und man muss annehmen, dass sie einen guten Abend hatten. Zwischen Bühne, Kicker, Darts und jungen Ideen. So geht Markenbindung heute. Der nächste Halt der Jägermeister Wirtshaus Tour ist dann übrigens am 17.03. im "Dom im Stapelhaus" in Köln. Mit dabei sind dann Proxy und The Subs.</p>
<p>Tickets und Informationen für diese Veranstaltung gibt es auf <a style="color: #333;" target="_blank" href="http://www.das-wirtshaus.de">www.das-wirtshaus.de</a></p>
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<link>http://blank-magazin.de/index.php#wirtshaus-tour</link>
<!--<author>Autor des Artikels &lt;E-Mail-Adresse&gt;</author>-->
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<title>Musik: Von Riot Grrlz und Rio Girls</title>
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<![CDATA[<img src="http://blank-magazin.de/images/2011/musik/rio-girls/rio-girls_00_.jpg" />
<p>Passend zum halbjährlichen Schaulaufen auf der Berliner Fashion Week sind sie plötzlich da, die Rio Girls. Ohne Plattenvertrag, aber mit einem Song und höchst ansprechender Optik. Hier wollte man was machen, eigentlich pures D.I.Y. Die Grenzen verlaufen da heute fließend. Auch zwischen gutem Geschmack und Zeitgeist. Doch nicht nur in vielen privaten Haushalten und bei politischen Debatten, auch auf dem Dancefloor entsteht eine neue Ernsthaftigkeit. Es ist der Moment, in dem der Fotograf sagt: "Und jetzt bitte nicht lächeln!".</p>
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<link>http://blank-magazin.de/index.php#rio-girls</link>
<!--<author>Autor des Artikels &lt;E-Mail-Adresse&gt;</author>-->
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<title>Stories: Über Sex, Gewalt, Rainald Goetz und Duisburg als gerechte Strafe</title>
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<![CDATA[<img src="http://www.blank-magazin.de/images/heft_zwei_header.jpg" />
<p>Hans Henning kann die Phantasien nicht aussprechen. Nicht in Gegenwart anderer. Nicht in ihrer Gegenwart. Er verspürt keine Scham, damit hat es nichts zu tun. Es geht nur darum, fiktiv-sprachliche Konfrontation zu meiden, wenn es Aussicht auf real-körperliche Umsetzung gibt. Sie wird es spüren und ebenso spüren lassen. Sie ist erwachsen. Eine Frau. Kein Mädchen. Zumindest genug Frau um auch das Mädchen sein zu können. Ihre Fotze dagegen ist schlichtweg glatt wie die einer zehn-jährigen. Sie zeigt das mit Stolz. Sie fühlt sich attraktiv und begehrenswert. Sie fühlt sich wie eine antike Lustgöttin und schlägt Hans Henning ins Gesicht. Der packt sie am Hals. Sie röchelt. Das Fenster steht auf. Die Nachbarn sind ihm egal. Hans Henning kennt sie nicht. Man lernt sich nicht mehr kennen, nur weil man nebeneinander wohnt. Manchmal nimmt am Leben teil. Wenn es auf dem Flur oder im Innenhof ab und an mal lauter wird. Wenn es brennt. Wenn jemand stirbt und der Leichenwagen vor dem Haus steht. [...]</p>
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<link>http://www.blank-magazin.de/stories_jan01_2011.php</link>
<!--<author>Autor des Artikels &lt;E-Mail-Adresse&gt;</author>-->
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<title>Reise: Warum Beirut?</title>
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<![CDATA[<img src="http://blank-magazin.de/images/2010/beirut/beirut_00.jpg"/>
<p>Warum Beirut war nie die Frage, warum nicht dachte ich mir als ich mit Michaela skypte. Es war Anfang September und ich war mitten in einem Projekt, das mich bis Mitte November beschäftigen sollte. Michaela, eine meiner besten Freundinnen, war seit zwei Wochen in Beirut, für 4 Monate wurde sie von ihrer Firma in den Libanon entsandt als Teil eines branchenerweiternden Expertenteams. Dass ich Urlaub brauchen würde wusste ich, mehr noch nicht. So buchte ich mir spontan den Flug, 2 Wochen Beirut ab Ende November. Michaela besuchen, an meinem Skript schreiben und ein neues Land entdecken.</p>
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<link>http://blank-magazin.de/index.php#beirut</link>
<!--<author>Autor des Artikels &lt;E-Mail-Adresse&gt;</author>-->
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