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	<title>BLANK - Face your magazine &#187; Musik</title>
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	<description>Gesellschaft, Diskurs, Disko</description>
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		<title>Allerhand aus aller Welt</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2020 19:19:25 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Landkarten und Atlanten haben die Menschen seit jeher fasziniert und verführt, vom heimischen Sessel oder Schreibtisch aus, andere Kontinente und fremde Länder zu bereisen. Das hat sich auch in Zeiten von Google Earth, in denen jeder wie ein griechischer Gott über die Lande fliegen und jeden Baum und Fluss, jede Hütte und jeden Palast von [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Landkarten und Atlanten haben die Menschen seit jeher fasziniert und verführt, vom heimischen Sessel oder Schreibtisch aus, andere Kontinente und fremde Länder zu bereisen. Das hat sich auch in Zeiten von Google Earth, in denen jeder wie ein griechischer Gott über die Lande fliegen und jeden Baum und Fluss, jede Hütte und jeden Palast von oben betrachten kann, nicht geändert. Wer an dieser Art, die Welt zu erkunden, Freude hat, für den ist „Alle Welt“, ein gerade im Moritz Verlag erschienener Weltatlas, eine besonderer Genuss.</p>
<a href="#" data-accordion-group="1584" class="accordion-title">Weiter <img class="weiter-icon" width="15" height="10" alt="weiter lesen" src="http://www.blank-magazin.de/wp/wp-content/themes/blank/images/btn_lesen.png"></a><div class="accordion-content">
<p>Die polnischen Buchgestalter Aleksandra und Daniel Mizielinscy haben in mehr als drei Jahren Arbeit und mit spürbarer Liebe zum Detail einen illustrierten Weltatlas geschaffen, wie man ihn selten sieht. Zu jedem Land zeigen insgesamt über 4.000 Miniaturen traditionelle Trachten, häufige Vornamen, berühmte Figuren der Geschichte, Tierarten, beliebte Sportarten, Nationalgerichte und natürlich berühmte Sehenswürdigkeiten. Eine Weltreise mit 51 Karten über sieben Kontinente und 42 Länder. Ein Entdeckerspaß für Kinder wie für Erwachsene.</p>
<p>Alle Welt. Das Landkartenbuch<br />
von Aleksandra und Daniel Mizielinscy<br />
erschienen im Moritz Verlag<br />
112 Seiten<br />
26,00 Euro</p>
<img class="alignleft size-medium wp-image-1589" title="IMG_5855" alt="" src="http://www.blank-magazin.de/wp/wp-content/uploads/2013/10/IMG_5855-550x410.jpg" width="550" height="410" />
<img class="alignleft size-medium wp-image-1588" title="IMG_5851" alt="" src="http://www.blank-magazin.de/wp/wp-content/uploads/2013/10/IMG_5851-550x410.jpg" width="550" height="410" /><img class="alignleft size-medium wp-image-1587" title="IMG_5850" alt="" src="http://www.blank-magazin.de/wp/wp-content/uploads/2013/10/IMG_5850-550x410.jpg" width="550" height="410" />
</div>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Daniel Wirtz: Keine Kochshows, kein Plan B!</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Sep 2018 11:26:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[celebacy]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[(Photo: Chris Gonz) &#160; Daniel Wirtz ist gut ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung seines Albums &#8220;Die fünfte Dimension&#8221; gerade auf Festivaltour &#8211; wenn der Musiker nicht gerade in Unterwäsche vor dem Fernseher sitzt und die Weltmeisterschaft verfolgt. Wir haben mit dem Wahl- und Herzens-Frankfurter gesprochen. Zum Beispiel darüber, was nach seiner Teilnahme beim Millionenformat [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div>(Photo: Chris Gonz)</div>
<p>&nbsp;</p>
<div>Daniel Wirtz ist gut ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung seines Albums &#8220;Die fünfte Dimension&#8221; gerade auf Festivaltour &#8211; wenn der Musiker nicht gerade in Unterwäsche vor dem Fernseher sitzt und die Weltmeisterschaft verfolgt. Wir haben mit dem Wahl- und Herzens-Frankfurter gesprochen. Zum Beispiel darüber, was nach seiner Teilnahme beim Millionenformat &#8220;Sing meinen Song&#8221; passiert ist &#8211; und vor allem, was nicht!</div>
<div></div>
<p>&nbsp;</p>
<div><strong>Daniel Wirtz, sind Sie WM-Fan oder entziehen Sie sich dem Trubel so gut es geht?</strong></div>
<div></div>
<p>&nbsp;</p>
<div>WM-Fan, ganz klar und ohne Kompromisse. Ich ernte dafür Spott und Hohn aus dem Freundes- und Bekanntenkreis, aber ich ziehe das volle Programm durch. Drei Spiele pro Tag, egal, ob Spanien gegen Portugal oder Tunesien gegen Panama. Gerne dann auch direkt im Sessel in Unterwäsche und, sorry, Klischee, mit Chips und dann zum dritten Spiel auch mit einem Bier. (lacht) Natürlich nur, wenn es die Zeit erlaubt. Aber dann richtig! Ich bin weit davon entfernt, ein Experte zu sein, ich komme alleine über die Emotionen und die Freude am Fachsimpeln auf niedrigem Niveau. Beim Fußball ist das ja ausnahmsweise erlaubt, da geht es schließlich um nichts.</div>
<p>&nbsp;</p>
<div><span id="more-2497"></span></div>
<div></div>
<div><strong>Sie leben in Frankfurt im Bahnhofsviertel. Dort dürften Sie auch Schwierigkeiten haben, die Weltmeisterschaft zu ignorieren.</strong></div>
<p>&nbsp;</p>
<div>Ja, irgendeine hier in größerer Zahl vertretene Nation spielt immer. Das macht es so großartig. Die Weltmeisterschaft mobilisiert das Viertel, es gibt großen Austausch unter den Menschen und das ist immer gut. Mir macht das viel Freude. Schade, dass Italiener und Türken nicht dabei sind. Wären beide qualifiziert, wäre hier vier Wochen lang Ausnahmezustand. So geht es hier im Vergleich zu vorherigen Turnieren doch eher ruhig zu. (lacht)</div>
<p>&nbsp;</p>
<div><strong>Gibt es bei Ihnen eigentlich einen Plan B, falls irgendwann nicht mehr genug Menschen Ihre Alben kaufen? Eine Bar im Bahnhofsviertel vielleicht?</strong></p>
<div></div>
<div>Eine Bar im Bahnhofsviertel wäre eine furchtbar dumme Idee und das gleich aus mehreren Gründen. (lacht) Ich finde, dass ein Plan B in der Kunst ein Verrat an Plan A ist. Ich verstehe und &#8211; ja &#8211; bewundere Künstler, die sich eine Sicherheit im &#8220;wahren&#8221; Leben schaffen und trotzdem noch etwas tief ehrliches erschaffen, ich könnte das aber glaube ich nicht. Wir gehen ja mit jedem Album emotional und geschäftlich &#8220;all in&#8221;, sollten die Zahlen irgendwann einmal dramatisch einbrechen, wäre es zumindest mit unserer Art des Arbeitens vorbei. Andererseits gibt es keinen Vertrag und keine Plattenfirma, die uns dann vom einen Tag auf den anderen vor die Tür setzen könnte. Bevor der Plan B aktuell werden würde, gäbe es zumindest noch eine zweite Chance mit einem anderen Modell. Wir arbeiten hart und merken, dass sich das auszahlt. Solange ich dieses Gefühl habe, beschäftige ich mich nicht mit einem Plan B.</div>
<p>&nbsp;</p>
<div><strong>Bis dahin ist es ja auch sicher noch ein bisschen hin. Dass Sie in den vergangenen Jahren für Ihre Verhältnisse inflationär oft im Fernsehen zu sehen waren, ist bekannt. Es ging los mit Ihren Auftritten bei &#8220;Sing meinen Song&#8221;, dann kam Ihre eigene Show &#8220;One Night Song&#8221;, Sie stellten Ihr aktuelles Album bei &#8220;Schlag den Henssler&#8221; vor, waren bei Markus Lanz zum Talk. Aber was haben Sie in der Folge zu &#8220;Sing meinen Song&#8221; eigentlich alles abgelehnt?</strong></div>
<p>&nbsp;</p>
<div>Was danach auf mich einprasselte, war schon ein bisschen skurril. Es gab Anfragen aus Kochshows, ich sollte Autos präsentieren, Tattoos sowieso und dann war da noch die Idee, mich in die Jury von &#8220;Deutschland sucht den Superstar&#8221;, kein Quatsch. Das wäre natürlich in kommerzieller Hinsicht der Rentenvertrag gewesen, aber es ging mir ja bei den TV-Sachen nie darum, mein Gesicht so oft wie möglich ins Fernsehen zu bringen, sondern meine Musik. Bei der &#8220;DSDS&#8221;-Redaktion war man glaube ich dann auch etwas überrascht, dass der kleine Wirtz dieses freundliche Angebot so schnell abgelehnt hat. Aber um da mitmachen zu können, hätte ich nicht nur mein Gewissen austauschen müssen, sondern auch die Leute, die uns seit Jahren das ermöglichen, was wir erleben dürfen. Auch wenn ich am Ende dann doppelt so viele Platten verkauft hätte, hat mir dieser Gedanke die Absage ohne großes Nachdenken sehr leicht gemacht. Für mich gilt nach wie vor die Prämisse: Hat es nichts mit Musik zu tun, bin ich raus. Darf ich über Musik und mich sprechen oder sogar Musik machen, denke ich darüber nach.</div>
<p>&nbsp;</p>
<div><strong>&#8220;Die fünfte Dimension&#8221;, erschienen im November 2017, ist Ihr erstes Nach-&#8221;Sing meinen Song&#8221;-Album. Können Sie sagen, wie viele Menschen ohne TV-Präsenz letztendlich bei Ihnen hängen geblieben sind?</strong></div>
<p>&nbsp;</p>
<div>Geht man nach den Verkaufszahlen von Album und Tour, merkt man schon, dass eine mehrwöchige TV-Präsenz rund um eine Albumveröffentlichung unter Marketinggesichtspunkten nicht die allerschlechteste Idee ist und sich das auch bemerkbar macht. (lacht) Natürlich erreichen wir nicht mehr die Zahlen von 2015, 2016, aber es fühlt sich alles sehr, sehr gesund an, wie es jetzt ist.</div>
<p>&nbsp;</p>
<div><strong>Mit dem Abstand von gut einem halben Jahr: Wie schauen Sie auf Ihr aktuelles Album zurück?</strong></div>
<p>&nbsp;</p>
<div>Ich bin sehr froh und stolz darauf, dass uns unser Gefühl von damals nicht getäuscht hat: Wir sind nach wie vor sehr zufrieden mit dem Album, weil wir wirklich zum ersten Mal alles umsetzen konnten, was wir uns vorgenommen hatten. Früher standen dem Budgethürden im Weg oder auch technische Dinge, die uns manchmal zweifelnd zurück gelassen haben, ob wir wirklich die beste Version unseres Materials auf die Platte bekommen haben. Natürlich gibt es auch diesmal Passagen, die einem besser gefallen, als andere. Aber das ist nun mal so, an einem da Vinci ist auch nicht immer jeder Strich perfekt. Hoffe ich. (lacht)</div>
<p>&nbsp;</p>
<div><strong>Sie haben Ihren Song &#8220;Das verheißene Glück&#8221; bei der Verleihung des Internationalen Karlspreises an Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron gespielt, Bundeskanzlerin Merkel war auch dabei, dazu viele andere europäische Entscheider. Glauben Sie, man hat Ihnen zugehört?</strong></div>
<p>&nbsp;</p>
<div>Natürlich brauchen Merkel und Macron keinen Daniel Wirtz, um zu ihren Entscheidungen zu kommen. In dem Song geht es darum, wichtige Errungenschaften, die wir für heute für selbstverständlich halten, jeden Tag neu erarbeiten, verdienen und verteidigen müssen. Ich habe mich sehr über die Einladung gefreut, dort spielen zu dürfen und das Lied vielleicht auch Leuten vorstellen zu können, die mich nicht kennen. Wer die Übertragung der Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen im Fernsehen anschaut, ist vielleicht auch jemand, der reflektiert und sich gerne mal einen Gedanken extra macht um das, was in der Welt passiert. Auf die kommt es heute mehr denn je an. Dass Regierungen in ganz Europa fragwürdige Dinge tun, steht dann wieder auf einem anderen Blatt.</div>
<p>&nbsp;</p>
<div><strong>In Aachen sind Sie gemeinsam mit Pascal Kravetz aufgetreten, er ist auch bei Ihrer Tour im November und Dezember wieder mit dabei. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit? Immerhin ist Kravetz üblicherweise eher mit Stadionkünstlern wie Maffay oder Lindenberg unterwegs.</strong></div>
<p>&nbsp;</p>
<div>Ich gestehe: Ich war auch etwas überrascht, dass Pascal wirklich mit uns unterwegs ist. Es war auch tatsächlich eher so, dass er sich bei uns ins Gespräch gebracht hat und nicht andersrum. (lacht) Ich wäre nie auf die Idee gekommen, jemanden für unsere kleine Truppe anzufragen, der es sonst ja eher nicht unter 15.000 Menschen macht, aber Pascal hatte wirklich Lust, mal wieder eine Rock´n´Roll-Tour zu spielen, ohne das ganze Lametta drumrum, das Maffay oder Udo in ihren fantastischen Riesenproduktionen auffahren. Wir haben halt nur einen Truck und einen Bus zu bieten, da geht es zwar rustikaler, aber auch etwas entspannter zu. Pascal ist ein sensationeller Musiker und ein Riesentyp, es ist mir ein Fest, ihn an Bord zu haben. Dass er nach unserer Tourabsage im April sofort zugesagt hat, auch bei den Nachholterminen dabei zu sein, ist eine große Freude und Ehre. Und die Zuschauer werden schnell merken, was Pascal mit zur Party bringt!</div>
<p>&nbsp;</p>
<div><strong>Im Studio und im kreativen Prozess arbeiten Sie mit Ihrem Partner Matthias Hoffmann alleinverantwortlich, Ihre Musik erscheint auf Ihrem eigenen Label, Ihre Band kommt dann für die Livesituation zusammen. Können Sie sich vorstellen, noch einmal in einer &#8220;echten&#8221; Bandkonstellation zu arbeiten?</strong></div>
<p>&nbsp;</p>
<div>Es gibt nichts Schöneres, als mit der Band unterwegs zu sein und die Musik direkt zu den Leuten zu bringen. Das ist tatsächlich wie eine Klassenfahrt mit großen Jungs, viel Spaß, Geschichten und einer guten Zeit. Dann noch abends ein Konzert spielen zu dürfen, ist ein großes Privileg und in der Regel sind wir sowohl hinter als auch auf der Bühne mehr als die Summe der einzelnen Teile. Im Songwriting und auch im Studio fühlen wir uns aber sehr wohl in der derzeitigen Konstellation. Matthias und ich tragen als unsere eigenen Labelbosse das Risiko und haben uns in zehn Jahren die geschäftliche Freiheit erkämpft, alles nach unseren Vorstellungen umsetzen zu können. Solange wir der festen Überzeugung sind, dass diese Arbeitsweise sich nicht negativ auf die Qualität und vor allem nicht auf den &#8220;Wirtz-Spaß&#8221; der Leute, die uns in ihr Leben lassen, niederschlägt, wollen wir nichts daran ändern.</div>
<p>&nbsp;</p>
<div><strong>Sie arbeiten seit zehn Jahren in derselben Konstellation. Zwei Menschen, die sich die kreative und die administrative Arbeit teilen, die gemeinsam das finanzielle Risiko an der Unternehmung Musikbusiness schultern. Sind Sie sich immer einig oder funktioniert Ihre Partnerschaft nach dem Yin-und-Yang-Prinzip?</strong></div>
<p>&nbsp;</p>
<div>Wir sind uns schon sehr einig, ich glaube nicht, dass wir unsere Energie durch ständige Reibung erzeugen könnten. Das würde vielleicht für ein, zwei Alben funktionieren, aber sicher nicht über eine komplette Laufbahn. Bei uns kommt ja erschwerend hinzu, dass wir alles miteinander regeln müssen. Die Musik, Artworks, die Arbeit auf Tour und und und und. Wir haben keinen Manager oder Buchhalter, der zwischen uns geschaltet ist und Arbeit und Geld aufteilt. Wir machen das seit mehr als zehn Jahren unter uns aus, das funktioniert nur mit absolutem Vertrauen und einer tiefen Freundschaft.</div>
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</div>
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		<title>Blade Runner 2049 &#8211; Es geht schon wieder los!</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Sep 2017 14:01:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[celebacy]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Rick Deckard rennt wieder: Es scheint, als wolle der große Harrison Ford im fortgeschrittenen Alter noch ein paar Kreise schließen. Und wen wundert das, wenn die ganz großen Geschichten seiner ikonischen Figuren immer weiter geschrieben werden? Und so kommt nach dem Ende von Han Solo nun mit &#8220;BLADE RUNNER 2049&#8243; das Sequel des damals von [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Rick Deckard rennt wieder: Es scheint, als wolle der große Harrison Ford im fortgeschrittenen Alter noch ein paar Kreise schließen. Und wen wundert das, wenn die ganz großen Geschichten seiner ikonischen Figuren immer weiter geschrieben werden? Und so kommt nach dem Ende von Han Solo nun mit &#8220;BLADE RUNNER 2049&#8243; das Sequel des damals von Ridley Scott verantworteten 1982er-Spektakels in die Kinos. Und wieder gibt es eine Menge zu tun für die &#8220;Blade Runner&#8221;, jene Spezialbeamten, die uns vor den hochentwickelten &#8220;Replikanten&#8221; beschützen sollen.</p>
<p>30 Jahre nach den Ereignissen des ersten Films fördert ein neuer Blade Runner, der LAPD Polizeibeamte K (Ryan Gosling), ein lange unter Verschluss gehaltenes Geheimnis zu Tage, das das Potential hat, die noch vorhandenen gesellschaftlichen Strukturen ins Chaos zu stürzen. Die Entdeckungen von K führen ihn auf die Suche nach Rick Deckard (Harrison Ford), einem seit 30 Jahren verschwundenen, ehemaligen LAPD Blade Runner.</p>
<p>Vieles dessen, was 1982 als Dystopie entworfen wurde, ist 2017 längst Realität, viele der Fragen, die 1982 aufgeworfen wurden, sind bis heute nicht beantwortet und der Zeitpunkt, in dem &#8220;Replikanten&#8221; Realität werden, scheint näher als je zuvor. Und so kann auch der &#8220;Blade Runner 2049&#8243; entweder als Diskussionsbeitrag zu den ganz großen ethischen Fragen unserer Zeit gesehen werden &#8211; oder einfach als fesselnder Sci-Fi-Thriller mit Starbesetzung, der er ist.</p>
<p>Denn mit vielen kleinen Reminiszenzen an den übergroßen Vorgänger punktet &#8220;Blade Runner 2049&#8243; an allen Fronten: Die Geschichte der Blade Runner fesselt auch im Zeitalter von Drohnen, Alexa, Siri und der Robotronic ohne Abstriche. Das liegt nicht nur am Ensemble und der Geschichte, sondern auch an den rasant, aber durchgängig geschmackvoll choreografierten und ausgestalteten Actionszenen, die die Ästhetik der Idee in eine neue Zeit transportieren. Alte Fans und neue Liebhaber können sich davon ab dem 5. Oktober in den deutschen Kinos bedenkenlos überzeugen.</p>
<p>Pünktlich zum Kinostart der Filmfortsetzung „Blade Runner 2049“ erscheint bei Argon Hörbuch eine Hörspielfassung der literarischen Inspiration &#8220;Träumen Androiden von elektrischen Schafen?&#8221; von Philip K. Dick. Für alle Freunde des Stoffes verlosen wir 2 Exemplare unter allen, die uns bis zum 5.10. eine Mail mit dem Betreff &#8220;Blade Runner 2049&#8243; an verlosung@blank-magazin.de schicken!<i><br />
</i></p>
<h6><i>© 2017 Columbia TriStar Marketing Group, Inc., Alcon Entertainment, LLC.<br />
and Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved.</i></h6>
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		<title>Public Viewing: Wie das Phänomen Deutschland eroberte</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Sep 2017 10:47:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[celebacy]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses Jahr gab es ja kein fußballerisches Großereignis und die Fußballgemeinde fiebert deshalb schon 2018 entgegen, in dem erneut die Fußballweltmeisterschaft in Russland stattfinden wird. Natürlich gibt es dann wieder das allseits beliebte Public Viewing, das 2006 mit der Fußball-WM in Deutschland seinen Anfang nahm. Die Fanmeile in Berlin vor dem Brandenburger Tor ist zweifelsohne [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Jahr gab es ja kein fußballerisches Großereignis und die Fußballgemeinde fiebert deshalb schon 2018 entgegen, in dem erneut die Fußballweltmeisterschaft in Russland stattfinden wird. Natürlich gibt es dann wieder das allseits beliebte Public Viewing, das 2006 mit der Fußball-WM in Deutschland seinen Anfang nahm. Die Fanmeile in Berlin vor dem Brandenburger Tor ist zweifelsohne noch allen im Gedächtnis. Unter freiem Himmel wurde dort eine riesige Leinwand installiert, auf der Tausende Fußballfans die Spiele der deutschen Nationalmannschaft live miterleben konnten.<br />
Seither hat sich dieses Phänomen vor allem in Deutschland etabliert. Bei einer Befragung zum Interesse an <a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/173514/umfrage/veranstaltungen---interesse-an-public-viewing/">Public Viewing im Jahr 2016</a> gaben über 16 Millionen Menschen an, sich für den Besuch solcher Veranstaltungen zu interessieren. 2012 waren es noch rund 2 Millionen weniger. Heutzutage werden nicht mehr nur große Sportevents auf diese Weise angeschaut, sondern zum Beispiel auch der Eurovision Song Contest. In Deutschland fand man schnell einen Namen für diesen neuen Trend: Public Viewing.</p>
<p><strong>Alles begann 2006 mit der Fußball-WM</strong></p>
<p>Als die Fußball-WM 2006 in Deutschland ausgerichtet wurde, war schnell klar, dass die Anzahl der verkäuflichen Tickets für die Spiele in den Fußballstadien für die Masse an Fans niemals ausreichen würde. Deshalb beschlossen zahlreiche Städte und Dörfer, große Leinwände aufzustellen, die es Hunderten, manchmal sogar Tausenden ermöglichen sollte, die Fußballspiele kostenlos und in Gesellschaft Gleichgesinnter anzuschauen. Diese damals noch neuartige Form der Veranstaltung wurde dann als Public Viewing bezeichnet.</p>
<p>Für diesen neuen Typ von Event wurde dann auch das deutsche Wort ‚Rudelgucken‘ erfunden, das es sogar in den Duden geschafft hat. Bei der Fußball-EM 2016 in Frankreich gab es dann schon Public-Viewing-Veranstaltungen in allen größeren Städten. Beliebte Orte fürs Public Viewing waren zum Beispiel das Brandenburger Tor in Berlin, das Heiligengeistfeld in Hamburg, der Olympiapark in München, der Roncalliplatz in Köln, die MainArena in Frankfurt, die Gilde Parkbühne in Hannover, das Stadtwerke Düsseldorf Fanstadion, der Elbgarten in Dresden, der Bayrische Bahnhof in Leipzig und der Taubenschlag in Bremen. Auch bei der Fußball-WM 2018 wollen die Städte und Gemeinden wieder für ausreichend Public-Viewing-Möglichkeiten sorgen. Während solcher Sportgroßereignisse, wie dem <a href="http://extra.bet365.com/news/de/Fussball">Fußball Live Event des Jahres 2018, der Fußballweltmeisterschaft in Russland</a>, scheint auch die Lust auf Sportwetten zu steigen. Wettbüros bestätigen, dass sie während dieser Zeit mehr Wetten entgegennehmen als sonst.</p>
<p><strong>Public Viewing nicht nur bei Sportevents</strong></p>
<p>Den Deutschen machte das Erlebnis, mit anderen gemeinsam Sportveranstaltungen anzuschauen, so viel Spaß, dass Public Viewing nun auch für fast alle anderen großen und kleinen Events auf der Tagesordnung steht. Zum Beispiel zieht der jährlich stattfindende Eurovision Song Contest große Gruppen begeisterter Zuschauer an. Als der Eurovision Song Contest 2011 in Düsseldorf stattfand, schauten sich das Spektakel über 5000 Menschen auf der Hamburger Reeperbahn an.<br />
Bars und Restaurant werden seitdem auch regelmäßig zu Treffpunkten für Fans, um Kultserien im Fernsehen, wie die Krimireihe den Tatort oder bestimmte Telenovelas, zu schauen.</p>
<p><strong>Was macht das Rudelgucken so aufregend?</strong></p>
<p>Public Viewing ist eine ausgezeichnete Alternative für all diejenigen, denen es nicht möglich ist, live bei einem Sportevent oder Konzert dabeizusein. Sei es, weil die Tickets ausverkauft sind, weil es zu teuer ist oder einfach zu weit weg ist. Das gemeinsame Schauen und Mitfiebern lässt den Anschein aufkommen, selbst live mit dabei zu sein, da die Atmosphäre fast dieselbe ist. <a href="http://ediss.uni-goettingen.de/bitstream/handle/11858/00-1735-0000-0006-B23D-1/ufer.pdf?sequence=1">Britta Ufer geht in ihrer Dissertation über Public Viewing</a> näher darauf ein und hebt hervor, dass das kollektive Jubeln oder Trauern bei einem Sieg oder einer Niederlage des gemeinsam favorisierten Teams ein Zusammengehörigkeitsgefühl auslöst. Bei der Teilnahme an Public-Viewing-Events und dem gemeinsamen Mitfiebern entsteht dass Gefühl, dass man persönlich zum Erfolg der Mannschaft beigetragen hat.</p>
<p>Jeder, der schon einmal ein Event in einer jubelnden Menge, sei es bei einer Sportveranstaltung oder bei einem Konzert, miterlebt hat, weiß, dass Public Viewing bis heute nichts an seiner Faszination verloren hat und auch in Zukunft gerne von Jung und Alt aufgrund des entstehenden Gemeinschaftsgefühls zelebriert werden wird. 2018 wird es dann wieder mit der Fußballweltmeisterschaft soweit sein und dann heißt es erneut: Deutschland vor, noch ein Tor!</p>
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		<title>Die Seele des Gin</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Aug 2017 06:51:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[celebacy]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Habt ihr kürzlich diese Meldungen gelesen, wonach der Gin eines Discounters der Beste der Welt sein soll? Wir sind nicht überzeugt, denn bei hochwertigen Spirituosen gehört zum Geschmack, zum Inhalt, zum Haptischen, zum Olfaktorischen auch die Geschichte, die Seele des Getränks. Und in dieser Erzählung kommt der Faktor &#8220;Discounter&#8221; einfach nicht vor. Es tut uns [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Habt ihr kürzlich diese Meldungen gelesen, wonach der Gin eines Discounters der Beste der Welt sein soll? Wir sind nicht überzeugt, denn bei hochwertigen Spirituosen gehört zum Geschmack, zum Inhalt, zum Haptischen, zum Olfaktorischen auch die Geschichte, die Seele des Getränks. Und in dieser Erzählung kommt der Faktor &#8220;Discounter&#8221; einfach nicht vor. Es tut uns Leid, aber die Seele schmeckt mit.</p>
<p>Stattdessen sinnieren wir beim Genuss des &#8220;Soul Of Bavaria&#8221;-Gin der reinen Klarheit im Glas über die Ethymologie der schönen Dinge &#8211; und schmecken nicht nur dem Aroma von Wacholder und dem edlen Geschmack von Zitrusfrüchten nach. </p>
<p>Und dieser Gin ist ein wahrer Lockstoff für schöne Gedanken, ab dem ersten Schluck und nicht erst zur Mitte der wunderschön klassisch designten Flasche. Lasst es an einem lauschigen Spätsommerabend fliegen und entweder in die pure Eleganz des Gin oder ein erfrischendes Mischgetränk wieder eintauchen. &#8220;Soul Of Bavaria&#8221; lädt ein, die Summe aus allem was drin ist und allem, was dahinter steckt zu ergründen.</p>
<p>Bester bayerischer Weizen, 10 Früchte und Kräuter aus aller Welt, 100% Handarbeit, absolute Sorgfalt bei der Produktion &#8211; und der wache Geist und die besondere Liebe, die aus einer über hundertjährigen Familientradition des Destilierens erwächst: Dieser Tropfen ist Seele pur.</p>
<p>Zu beziehen ist es den &#8220;Soul Of Bavaria&#8221;-Gin nicht nur für Liebhaber direkt beim Hersteller <a href="http://www.bavarian-spirits.de/07-liter-soul-of-bavaria-gin.html">BAVARIAN SPIRITS</a>!</p>
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		<title>Digitalisierung und die Herausforderungen für den Datenschutz</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Jul 2017 06:34:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[celebacy]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Digitalisierung verspricht in vielen Lebensbereichen eine Erleichterung des Alltags. Wirtschaftlich wird der digitale Wandel mit Effizienzgewinn und Zeitersparnis in Verbindung gebracht. In diesem Zusammenhang hat Bahnchef Lutz verlauten lassen, dass das digitale Bahnticket das klassische gedruckte Ticket Schritt für Schritt ablösen soll. Während Handytickets schon seit einigen Jahren eine Option darstellen, soll das Digitalsystem zeitnah [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Digitalisierung verspricht in vielen Lebensbereichen eine Erleichterung des Alltags. Wirtschaftlich wird der digitale Wandel mit Effizienzgewinn und Zeitersparnis in Verbindung gebracht. In diesem Zusammenhang hat Bahnchef Lutz verlauten lassen, dass das digitale Bahnticket das klassische gedruckte Ticket Schritt für Schritt ablösen soll. Während Handytickets schon seit einigen Jahren eine Option darstellen, soll das Digitalsystem zeitnah die Regel werden. Kritiker befürchten mangelnde Rücksicht im Umgang mit Fahrgastdaten und sprechen vom gläsernen Reisenden. Dies wirft die Frage nach den Chancen und Risiken der Digitalisierung auf.</p>
<p><b>Überblick: Digitalisierung von Daten</b></p>
<p>Grundprinzip der Digitalisierung ist die Sammlung von Daten, die elektronisch eingespeichert und analysiert sowie ausgewertet werden. Diese Daten sind ein wertvoller Rohstoff für die Wirtschaft und bilden die Grundlage für die Vernetzung verschiedener Arbeitsbereiche. Hiervon sind Sie unmittelbar betroffen, wenn es um personenbezogene Daten geht.</p>
<p>Die wesentliche Herausforderung besteht in der Gratwanderung zwischen effizienter Nutzung der Daten einerseits und Wahrung des Datenschutzes andererseits. Da Digitalisierung nahezu sämtliche Lebensbereiche durchdringt, befürchten Datenschützer je nach Schwerpunkt den gläsernen Bürger, den gläsernen Arbeitnehmer oder den gläsernen Fahrgast. Im Hinblick auf die Daten von Bahnreisenden sind beispielsweise mit dem Umstieg auf digitale Tickets komplette Bewegungsprofile der Kunden möglich.<br />
<b><br />
Gefahren und Sicherheitslücken im Internet</b></p>
<p>Neben der bewussten Datennutzung durch Konzerne stellen jedoch besonders die Gefahren im Internet durch Schadsoftware und Hacker ein Problem dar. Dieses gewinnt mit fortschreitender Digitalisierung an Bedeutung. Als wichtigste Gefahrenquelle gelten Trojaner und Würmer, die sich ohne Wissen des Nutzers in IT-Systeme einschleichen. Ihr Gefahrenpotential liegt vor allem in ihrer Vielfalt und ihrer schnellen Reproduktion begründet, da täglich mehrere Hunderttausend neue Formen auftauchen. Gegenwärtige Erkenntnisse legen nahe, dass mindestens 50 Prozent der Neuinfektionen von Computersystemen unentdeckt bleiben.</p>
<p>Diese Gefahren betreffen auch und insbesondere Mobilgeräte. Besonders Android ist laut Datenschützern von <a href="https://www.pcwelt.de/a/patchday-google-eliminiert-100-android-sicherheitsluecken,3447006">häufigen Sicherheitslücken</a> betroffen. Aufgrund solcher Lücken können Unbefugte etwa E-Mails und sonstige Nachrichten abfangen oder im schlimmsten Fall eine Fernsteuerung des Gerätes über das Betriebssystem vornehmen. Manche Schnittstellen ermöglichen so genanntes Cross-Site-Scripting, das heißt das Mitlesen von E-Mails über manipulierte Webseiten.</p>
<p>iOS von Apple gilt als Betriebssystem, das geringere Sicherheitsrisiken birgt, jedoch listet auch dieser Hersteller immer wieder geschlossene Sicherheitslücken auf, die Rückschluss darauf geben, dass das System nicht von Risiken frei ist. Windows Phone gilt unter anderem aufgrund des geringeren Marktanteils und den hohen Sicherheitsauflagen als relativ sicheres Betriebssystem.</p>
<p>Als Nutzer internetfähiger Geräte bieten Antiviren-Programme einen Mindestschutz, der die wichtigsten und bekannten Cyber-Attacken abwehrt. Einen Überblick und umfassenden Vergleich <a href="https://www.netzsieger.de/p/avira-antivirus-pro">von wirksamer Antiviren-Software</a> finden Sie bei Netzsieger.</p>
<p><b>Fazit</b></p>
<p>Dem Effizienzgewinn der Digitalisierung stehen wachsende Anforderungen an den Datenschutz gegenüber. Insbesondere der Umgang mit sensiblen persönlichen Daten ist in diesem Zusammenhang eine wichtige Herausforderung. Als Nutzer internetfähiger Geräte sind Sie Teil der Digitalisierung. Daher ist es wichtig, ein Bewusstsein für Datensicherheit und Datenschutz zu entwickeln. Die Anwendung von Antiviren-Software ist dabei eine Mindestvoraussetzung gegen unerwünschten Datenzugriff.</p>
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		<title>HEISS &#8211; Drei Jungs geben ÜBERGAS</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Jul 2017 18:14:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[celebacy]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man sich auf die Suche nach Attributen für ÜBERGAS, ihre Musik und den Geist, der diese Band und ihren Frontmann Krispin Kirchhoff beschreibt, darf man nicht in der sprachlichen Feinkostabteilung stöbern. Hier geht es nicht subtil oder gar filigran zu, hier herrscht die derbe Kelle, der nackte Wahnsinn und eine nicht immer leicht zu [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man sich auf die Suche nach Attributen für ÜBERGAS, ihre Musik und den Geist, der diese Band und ihren Frontmann Krispin Kirchhoff beschreibt, darf man nicht in der sprachlichen Feinkostabteilung stöbern. Hier geht es nicht subtil oder gar filigran zu, hier herrscht die derbe Kelle, der nackte Wahnsinn und eine nicht immer leicht zu ertragende Rohheit. Und weil das so gewollt und gekonnt ist, regiert dieses Triumvirat der Ver- und Zerstörung auch auf dem vierten Album der Münsteraner: &#8220;Heiss&#8221; reiht sich ein in einen gewachsenen Katalog aus Wutklumpen und vitaler Härte.</p>
<p>Denn auch wenn &#8220;Heiss&#8221; nicht durchgängig die ganz hohe Schule der Rockunterhaltung ist, merkt man der Scheibe doch in jeder Sekunde an, dass alles genau so gemeint ist, wie es eingetrümmert wurde. Das hier ist ernst, das hier ist alles, was die Band geben kann und ohne Rücksicht auf Verluste durchgeknüppelt. Das macht Spaß und sorgt dafür, dass die vielen guten Momente &#8211; wie das fast programmatische &#8220;Auf die Fresse fertig los&#8221;, der Titelsong oder die Selbstermächtigung &#8220;Weil ich will und weil ich Bock hab&#8221; &#8211; die schwachen Phasen locker übertönen. Wer es hart braucht, bereit ist, über den einen oder anderen wenig eleganten Reim hinweg zu sehen, wird durch einen mächtigen Energieschub, aggregiert aus Punk, NDH und diesem ganz eigenen ÜBERGAS-Element, belohnt werden. Und wer eine völlig unpeinliche, dafür extrem charmante Ballade wie &#8220;C´est la vie&#8221; im Programm hat, hat sowieso Recht.</p>
<p>Die gute Nachricht: Wir haben zweimal &#8220;HEISS&#8221; für euch zur freien Verfügung. Wer Lust auf deutschsprachigen Powersuperduperhighenergierock hat, schickt uns bis zum 7.7. eine Mail mit dem Betreff &#8220;HEISS&#8221; an verlosung@blank-magazin.de!</p>
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		<title>Imagine Dragons &#8211; Sündigen kann man überall</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jun 2017 07:05:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[celebacy]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[„Now I&#8217;m smiling from the stage” heißt eine Zeile der neuen Single Thunder von den Imagine Dragons, einer US-amerikanischen Band aus Las Vegas, Nevada. Wenn man sich die musikalische Erfolgsgeschichte der Indie-Rock-Band anschaut, versteht man recht schnell, was die Jungs damit sagen wollen. Die Band wurde 2008 gegründet und wurde 2012 durch die beiden Songs [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„Now I&#8217;m smiling from the stage” heißt eine Zeile der neuen Single <em>Thunder </em>von den <em>Imagine Dragons</em>, einer US-amerikanischen Band aus Las Vegas, Nevada. Wenn man sich die musikalische Erfolgsgeschichte der Indie-Rock-Band anschaut, versteht man recht schnell, was die Jungs damit sagen wollen. Die Band wurde 2008 gegründet und wurde 2012 durch die beiden Songs <em>It’s Time</em> und <em>Radioactive</em>, dem Trailer-Song zum Computerspiel <em>Assassin’s Creed III</em>, bekannt. Nach ihrer gleichnamigen EP <em>Imagine Dragons</em> im Jahr 2009 und einer zweiten EP mit dem Namen <em>Hell and Silence</em> wurde die Band von Interscope Records unter Vertrag genommen. Wenig später nahmen sie mit Alex Da Kid, einem britischen Musikproduzenten, ihre EP <em>Continued Silence</em> auf, die 2012 auf dem Markt erschien und es bis in die US-Charts schaffte. Alex Da Kid wurde unter anderem durch Produktionen für Künstler, wie Eminem, Rihanna oder auch Dr. Dre, bekannt. Mit ihrem Song <em>Radioactive</em> gelang <em>Imagine Dragons</em> schließlich der Durchbruch. Der Song landete in den internationalen Top 5 und schaffte es in Schweden sogar auf Platz 1. Im Herbst 2012 wurde schließlich ihr Debütalbum <em>Night Visions</em> veröffentlicht und schaffte es in vielen Ländern in die Top 10. Mit <em>Demons </em>und <em>On Top of the World</em> landete die Band zwei weitere Hits. Im Jahr 2013 ging der Erfolg weiter: Die <em>Imagine Dragons</em> gewannen den <a href="http://www.rp-online.de/thema/american-music-awards/">American Music Award</a> in der Kategorie „beste Alternative-Künstler“ und ihre Single <em>Radioactive </em>wurde bei den <a href="https://www.tz.de/tv/grammys-2017-alle-infos-zu-nominierten-tv-uebertragung-und-live-stream-7383554.html">Grammy Awards</a> als „beste Rock-Performance“ ausgezeichnet.</p>
<p>2014 setzen <em>Imagine Dragons</em> noch einen drauf, als sie mit <em>Battle Cry</em> den Titel-Song zu Michael Bays <em>Transformers: Ära des Untergangs</em> veröffentlichten. Passend zur <em>League of Legends World Championship</em>, der Weltmeisterschaft in dem Spiel <em>League of Legends</em>, veröffentlichte die Band zusammen mit den Spieleentwicklern im gleichen Jahr den Song <em>Warriors</em>, der schließlich zum Titel-Song der Meisterschaft wurde. 2015 kam das neue Album <em>Smoke + Mirrors</em> auf den Markt. 2016 legte die Indie-Rock-Band einen weiteren Meilenstein: Zusammen mit den Superstars Lil Wayne, Wiz Khalifa, Logic, Try Dolla $ign und X Amassadors veröffentlichten sie den Song <em>Sucker for Pain</em>, der auf dem Soundtrack zum oskargekrönten Film <em>Suicide Squad</em> zu hören ist. Anfang 2017 feierte die Band den Erfolg des neuen Songs <em>Believer</em>, der im <em>Super</em>-<em>Bowl</em>-Werbespot zur neuen <a href="http://www.pcgameshardware.de/Nintendo-Switch-Konsolen-260784/News/Virtual-Console-Produktionserhoehung-in-Aussicht-1230692/">Nintendo Switch</a> gespielt wurde.</p>
<img class="alignleft  wp-image-2449" style="margin-top: 20px; margin-bottom: 20px;" alt="imaginedragons-lasvegas" src="http://www.blank-magazin.de/wp/wp-content/uploads/2017/06/imaginedragons-lasvegas-738x500.jpg" width="664" height="450" />
<p>Ihre Musik ist nicht die einzige Verbindung, die die <em>Imagine Dragons</em> zur virtuellen Welt der Computer- und Videospiele haben. In einem <a href="http://articles.chicagotribune.com/2013-03-10/entertainment/ct-ent-0311-luis-20130310_1_movie-trailer-nellcote-chocolate-cake">Interview</a> gibt Frontmann Dan Reynolds zu, den Großteil seiner Jugend selbst mit Computer- und Videospielen verbracht zu haben, u. a. mit dem virtuellen Fußballspiel FIFA. Immerhin stammen die Jungs aus Las Vegas, der Stadt der Sünden („Sin City“) und der „Hauptstadt der Unterhaltung“. Wenn man 24/7 von blinkenden Reklameschildern und lauten Spielautomaten umgeben ist, die auch noch Geld spucken, kann einem ein Tour-Stop in Scheessel (Deutschland) schon einmal wie eine Kaffeefahrt vorkommen. Um auf ihrer Tour trotzdem nicht die einzige Unterhaltungsquelle zu sein, greifen die Jungs hin und wieder auf ihre Spielekonsolen zurück oder flüchten sich <a href="https://www.casinosource.de/casinospiele/live-casino">alternativ in spannende Online-Welten</a>, z. B. in die Welt der Online-Casinos. In so genannten Live-Dealer-Casinos können die Jungs mit Hilfe von HD-Kameras professionelle Dealer per Live-Stream auf den Computer oder auch auf das Smartphone übertragen. Auf diese Weise erleben die Musiker den Nervenkitzel der physischen Casino-Atmosphäre, ohne dafür auch nur ein Casino betreten zu müssen, und holen sich gleichzeitig ein Stück von ihrer Heimat in den Tour-Bus. Sündigen kann man nämlich überall – nicht nur in Vegas. Derzeit arbeitet die Band zusammen mit <a href="http://kidinakorner.com/">KIDinaKorner</a> und Interscope Records an ihrem Album <em>Evolve</em>, das voraussichtlich am 23. Juni 2017 veröffentlicht werden soll. Mit den beiden Singles <em>Believer</em> und <em>Thunder</em> und der für Herbst 2017 angekündigten <em>Evolve Tour</em> promoten die <em>Imagine Dragons</em> das Album-Release schon seit Mai. Nach ihrem Konzert im Belasco Theater in Los Angeles sind weitere Konzerte in Kanada, Deutschland, Belgien, Ungarn, Italien, Portugal, der Schweiz, Finnland, Frankreich und sogar in Tschechien und Russland geplant. Es scheint so, als wollten die Jungs ihr musikalisches Talent und ihre Vorliebe für virtuelle Spielwelten mit der ganzen Welt teilen.</p>
<p>(Bildquelle: <a href="https://pixabay.com/de/las-vegas-nachtzeit-neon-lights-599840/">Pixabay)</a></p>
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		<title>(SIC!) &#8211; Der Missing Link des Oi!</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2017 06:47:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[celebacy]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Geologen, Archäologen, Evolutionsbiologen und andere suchen seit Anbeginn, was die glücklichen Broilers 2017 schon entdeckt haben: Den Missing Link, das fehlende Stück in der eigenen Entwicklung. Und was da freigelegt wurde, ist keine wissenschaftliche Sensation, sondern „nur“ der logische Schritt zurück nach vorn. Und der wird für gewaltige Begeisterung sorgen – in der Fachwelt und [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Geologen, Archäologen, Evolutionsbiologen und andere suchen seit Anbeginn, was die glücklichen Broilers 2017 schon entdeckt haben: Den Missing Link, das fehlende Stück in der eigenen Entwicklung. Und was da freigelegt wurde, ist keine wissenschaftliche Sensation, sondern „nur“ der logische Schritt zurück nach vorn. Und der wird für gewaltige Begeisterung sorgen – in der Fachwelt und darüber hinaus.</p>
<p>Wer sich als Band über 20 Jahre von ganz klein nach ganz groß evolutioniert hat, ist natürlich niemandem Rechenschaft schuldig, wenn er irgendwann mal zwei Stufen auf einmal nimmt oder eine andere Abzweigung wählt, als die erwartete. Eher im Gegenteil: Wer immer das Erwartbare macht, ist Dienstleister und kein Künstler mehr. Und nichts wäre wohl weiter vom Selbstverständnis des Punk entfernt, als der zuverlässige Audio-Dienstleister zu sein. Und doch wirkt „(SIC!)“, das neue, sechste Studioalbum der BROILERS wie eine Korrektur des ultraerfolgreichen Vorgängers „Noir“ von 2014. Diese Platte war eine gefühlte Abschlussarbeit für die Pop-Meisterklasse, eine Prüfung, die man mit großen Hymnen, schönen Melodien und dem sicheren Gespür für eine kleine, elegant und nicht zu schmerzvoll verpackte Portion Wut meisterte. Das Album ging auf Nummer Eins, füllte die Hallen – aber spaltete die Anhängerschaft. Ein übliches Phänomen für Bands, die nicht aus dem Nichts in die Charts gehen. Da kann man nichts machen – außer das Beste draus. Auf „(SIC!)“ haben die BROILERS um Frontmann, Komponist und Texter Sammy Amara, nun die Wut in den Vordergrund gestellt, das süß-melancholische Moment ist fast vollkommen hinter gewaltigen Rocksongs verschwunden. Die erste Single „Bitteres Manifest“ gibt den Ton vor: Es gibt wenige gute Nachrichten zu verkünden, Euphorie wird nicht gewährt. Das auf so traurige Weise perfekt in diese Tage passende „Keine Hymnen heute“ ist nicht nur ein düsteres Stück Dystopia ohne Happy End, sondern schlicht der vielleicht beste Song, den die Band jemals veröffentlicht hat. Die restlichen zwölf Songs zeigen die Band, wie man sie kennt: Die Füße fest auf den Boden, die Hände ganz eng am Puls des Zeitgeistes und die Zähne an der braunschmutzigen Kehle einer rechtsruckelnden Gesellschaft. Musikalisch mal im Ska („Gangster, Gangster“, „Zu den Wurzeln“) beheimatet, mal als beeindruckend dicht komponierte Druckbetankung daherkommend („Bitteres Manifest“, „Nur ein Land“, „Glauben“) und zeitweise in ein zarteres Kleid gewandet („Und hier steh´ ich“, „Ihr da oben“): Die BROILERS sind haben mit „(SIC!)“ eine Werkschau abgeliefert, die zwei Dekaden Evolution erklärt – und dabei so logisch klingt, dass es fast schon kein Punk mehr ist. Das hier ist größer.</p>
<p>(SIC!)<br />
Skull&amp;Palms Recordings/ Warner<br />
Erhältlich ab dem 03.02.2017</p>
<p>(Edwin Scarvino)</p>
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		<title>Deutschlands bester Bayer</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Nov 2016 19:41:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[celebacy]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Hans Söllner, der bayerische Rebell, ist vieles. Rasta, Kiffer, Liedermacher, Politikerschreck. Manches gewesen, manches immer noch – alles aber immer mit Überzeugung und zu 120%. Sein starkes Rückgrat und die flinke Zunge haben ihm manchen Ärger eingebracht. Söllner singt und spricht für die Legalisierung von Marihuana und gegen die Gängelung durch die Behörden. Die schlagen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Hans Söllner, der bayerische Rebell, ist vieles. Rasta, Kiffer, Liedermacher, Politikerschreck. Manches gewesen, manches immer noch – alles aber immer mit Überzeugung und zu 120%. Sein starkes Rückgrat und die flinke Zunge haben ihm manchen Ärger eingebracht. Söllner singt und spricht für die Legalisierung von Marihuana und gegen die Gängelung durch die Behörden. Die schlagen in schöner Regelmäßigkeit zurück und schicken dem Musiker Überfallkommandos zu seinen Konzerten und in sein Zuhause. Alles wegen weniger Gramm Marihuana und einiger T-Shirts. Inzwischen hat Söllner 250.000 Euro für diverse Vergehen an den Freistaat zahlen dürfen. Und auch, wenn dieser inzwischen ein wenig zur Ruhe gekommen zu sein scheint – Hans Söllner ist immer noch da und alles andere als versöhnlich gestimmt.</em></p>
<p><strong>BLANK: Herr Söllner, wie kann es passieren, dass in Bayern offensichtlich so etwas wie eine „Lex Söllner“ existiert und die Öffentlichkeit nimmt davon so wenig Notiz?</strong><br />
Hans Söllner: Ich glaube, dass die Leute so abgelenkt sind, dass es sie gar nicht interessiert. Die interessieren sich doch heutzutage eher für Gigabytes und W-Lan und solche Sachen. Wenn die satt sind und eines Tages mal genug haben, dann interessiert es sie wieder. Und so lange kann ich es aushalten.<br />
<span id="more-2351"></span><br />
<strong>BLANK: Macht einen das nicht sehr betroffen?</strong><br />
HS: Manchmal ist das so, aber mit zunehmendem Alter lässt das nach. Du bemerkst irgendwann, dass es nur um die Unterhaltung geht, ich bin in der Unterhaltungsbranche tätig. Es ist halt so. Nicht mehr und nicht weniger. Ich hoffe, dass es gute Unterhaltung ist.</p>
<p><strong>BLANK: Das ist doch sehr bescheiden. Es geht bei Ihnen doch um wesentlich mehr.</strong><br />
HS: Ja, natürlich geht es mir um mehr. Aber ich kann nicht erwarten, dass es allen anderen Menschen auch so geht. Ich bin froh, dass ich mich auf diese Art und Weise mitteilen kann, weil es mir um mehr geht. Aber was ich bei den meisten Liedern empfinde, das kriegen die Menschen gar nicht mit, denn ich habe sie in bestimmten Situationen und aus bestimmten Situationen heraus geschrieben.</p>
<p><strong>BLANK: Werden Sie Günther Beckstein vermissen, nun, da er sich politisch selbst gerichtet hat?</strong><br />
HS: Nein, ich habe da keinerlei Verlustgefühle, wenn so einer wie der Beckstein geht. Das zeigt mir nur, dass solche Leute auftauchen und wieder gehen und Leute wie ich einfach da sind, bis zum Schluss.</p>
<p><strong>BLANK: Hätten Sie bei Beckstein etwas erreichen können?</strong><br />
HS: Ich bin überzeugt davon, dass ich den Beckstein auf einen guten Weg hätte bringen können, wenn er sich mit mir mal unterhalten hätte. Nein, eigentlich bin ich nicht davon überzeugt&#8230; Es gibt halt so Menschen wie den Beckstein. Die sind unausgeglichen, die sind dumm, die trinken zu viel. Dass sie andere Menschen verfolgen müssen, dass sie anderen Menschen Leid zufügen, dass sie andere Menschen in Unsicherheit sitzen lassen, dass sie Angst verbreiten; das alles sind für mich Zeichen von innerer Unausgeglichenheit. Wenn ich ständig mit meinem Umfeld oder mit mir einen Fight habe, dann kann ich doch keine innere Ruhe spüren, nicht in der Mitte von mir sein. Und dann sollte ich auch nicht Politiker werden oder Lehrer oder Kindergärtner. Dann sollte ich beim Bäcker Brötchen verkaufen oder draußen das Feld mit einem Spaten umgraben. Aber doch bitte nicht mit Menschen arbeiten.</p>
<p><strong>BLANK: Warum tun Sie es trotzdem?</strong><br />
HS: Diese Leute glauben, dass man eigene Zufriedenheit dadurch erlangen kann, dass man andere Menschen dahin führt, wo man selber schon ist: in die Unzufriedenheit. Ich glaube, dass es auch ein Missverständnis gibt. Sie denken, sie tun was für uns, aber sie tun immer nur etwas gegen uns. Alles, was in den letzten 25, 30 Jahren unter dem Deckmantel der Politik und der Demokratie passiert ist, war gegen uns.</p>
<p><strong>BLANK: Was meinen Sie konkret?</strong><br />
HS: Seit Anfang der 70er, wo ich angefangen habe, ein bisschen politisch zu denken, passierte alles, egal was, immer gegen uns. Es war nichts dafür. Es gibt kein Gesetz, das es mir erleichtert, mich<br />
besser in Städten zurecht zu finden oder dass ich nicht gleich betteln gehen muss, wenn ich mal drei Monate nichts verdiene, dass ich nicht gleich durchs Raster falle. Es gibt keinen Mindestlohn, Frauen kriegen im selben Job immer noch weniger als Männer, Frauen sollen ihr Kind am besten schon mit 1 1/2 Jahren in die Krabbelgruppe geben, damit sie gleich wieder arbeiten und möglichst keinen Einfluss mehr auf die Kindererziehung nehmen können. Es ist nichts dazu gekommen, was mich entlasten würde. Nichts, was mir das Leben in diesem Staat, der sich in aller Welt als demokratisch und fortschrittlich preist, erleichtern würde. Es ist nichts dazu gekommen, was mir ermöglicht, mich nicht ständig behaupten zu müssen, mich ständig wehren und erklären und fragen zu müssen. Ich will selber entscheiden. Ich bin ein eigenständiges, entscheidungsfreudiges Wesen und möchte artgerecht gehalten werden. Ich muss eine eigene Meinung haben dürfen.</p>
<p><strong>BLANK: Warum brennen in Deutschland keine Vorstädte wie in Frankreich?</strong><br />
HS: In Frankreich haben die Vorstädte da gebrannt, wo die Leute nichts haben. In Deutschland glaubt jeder, noch etwas zu haben. Wenn der Zeitpunkt kommt, dass diese Leute merken, dass sie nichts mehr haben, dass nach Hartz IV kein Horizont mehr zu sehen ist, dann brennen bei uns auch die Vorstädte. Davon bin ich fest überzeugt. Wir unterscheiden uns nicht von diesen Menschen. Wenn der Hass ins Spiel kommt, dann wird’s gefährlich. Und unsere Politiker sollten alles dafür tun, dass solche Gefühle nicht entstehen.</p>
<p><strong>BLANK: So traurig und gefährlich es klingt, aber ist es aus Ihrer Sicht wünschenswert, dass noch mal so ein Klima des Protestes entsteht wie Anfang der Siebziger?</strong><br />
HS: Ja, sehr. Sehr. Wir brauchen einen Sturm in unserer Gesellschaft, so wie es auch einen Sturm draußen im Wald gibt, damit alte Äste abbrechen. Es ist ein blöder Vergleich, aber nimm die 68er: Dass sich die Studenten und die Alten, dass wir uns alle noch mal miteinander formieren würden, und erkennen, dass es gegen uns, gegen die Menschheit geht, das wäre wünschenswert. Auch wenn es Tote gibt, die muss es geben. Ich bin überzeugt davon, dass sich manche Dinge nicht mehr regeln lassen auf dieser Welt, ohne dass es Tote gibt. Sie müssen sehen, dass wir es ernst meinen. Und wie macht man das? Mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde? Oder indem ich eine Petition einreiche? Ich bin überzeugt, dass sie uns irgendwann so weit gebracht haben, dass es anders nicht mehr geht. Ich befinde mich jetzt in der Phase vorher. Die nächste Phase wird Blut bringen und Feuer. Dann wird keiner mehr sicher sein. Aber diese Phase jetzt, sie lächerlich zu machen, sie zu verscheißern, ihnen zu zeigen, dass sie Bettnässer sind, Arschlöcher, das ist meine Phase. Dafür bin ich vor 20.000 Jahren irgendwo in diesem Universum geplant worden. Ich weiß nicht, warum ich auf der Welt bin, aber ich bin der Überzeugung, dass Mitte der Fünfziger Jahre, in denen ich geboren bin, irgendjemand gesagt hat, der muss jetzt da runter. Wir brauchen den in den 80er und 90er Jahren. Wenn der später auf die Welt kommt, dann ist er 2020 erst 20 oder 30, dann ist es zu spät.</p>
<p><strong>BLANK: Haben Sie Angst, irgendwann keine Reibung mehr zu erzeugen?</strong><br />
HS: Ich will gar keine Reibung. Alles, was ich mache, ist Selbsttherapie. Es lief eine Zeit lang unter dem Deckmantel „Ich mache es für euch“ dann wieder unter „Ich mache es, um etwas zu verändern“. Im Grunde genommen habe ich immer übersehen, dass ich mich selbst therapiere. Ich habe lediglich über das, was ich mache, mich selbst auf dem Weg gehalten. Jeder von uns geht auf einem Grat, wo es rechts und links runter geht. Du kannst drogenabhängig werden, du kannst krank werden, du verlierst deine Traumfrau und bist übermorgen ein Penner und wir treffen uns, wie du in Freiburg die Mülltonnen durchsuchen musst. Ich versuche den ganzen Tag, in meiner Mitte zu bleiben.</p>
<p><strong>BLANK: Wie sähe es aus, Sie mal nicht in der Waage zu erleben?</strong><br />
HS: Ich war ja teilweise schon nicht in der Waage und das hat mich viel Geld gekostet, ganz viele Polizeieinsätze und viele Nerven. Ich glaube, dass sie viel mehr Probleme haben, wenn ich in meiner Mitte bin und ich ihnen eigentlich nichts tue. Sie können mich aufhalten, weil meine Scheibe falsch getönt ist oder mein Nummernschild schief hängt, weißt du, so Kinderkram. Damit es halt nicht aufhört. Aber sie können nicht meine Texte verbieten, sie können mich nicht daran hindern, mich selbst zu heilen. Ich sage was in meiner Sprache, was in meinem Land verstanden wird und in Algerien oder Australien muss es halt ein anderer sagen, weil sie da eine andere Sprache sprechen. Ich bin nur für daheim zuständig.<br />
<strong>BLANK: Es gibt eine Dokumentation über Sie, da wirken Sie in einigen Szenen regelrecht niedergeschlagen.</strong><br />
HS: Als diese DVD entstanden ist, war ich nicht besonders gut drauf. Das sieht man auch, wenn man genau hinschaut. Ich habe eine totale Paranoia geschoben. Ich war beinahe so weit, dass ich auf die falsche Seite gekommen wäre. Ich bin heute davon überzeugt, dass wenn ich in dieser Zeit, in der ich so verfolgt worden bin, Mitte der 90er, keine Familie gehabt, ich Leute umgebracht hätte. Das ist irgendwann einmal der letzte Ausweg für irgendeine Gruppierung, die so voller Hass ist, weil ihnen jede Initiative verboten wurde, rausgeprügelt wurde über Strafen und Einzelhaft, über Verschleppung. Wenn du diesen Staat irgendwann mal so hasst, dass selbst der kleinste Bahnschaffner in Uniform so schwer an diesem Unglück beteiligt ist wie es für Baader und Meinhof damals Buback oder Schleyer waren, dann bist du nicht mehr in deiner Mitte. Und ich war beinahe so weit. Ich bin froh, dass dann meine Kinder kamen und ich jetzt in einer Situation bin, wo ich so was einfach hinnehmen kann.</p>
<p><strong>BLANK: Was wollen Sie denn bei Ihren Zuhöhrern erreichen?</strong><br />
HS: Ich kann sie nicht schlauer machen. Ich kann nur heute 20 Lieder vorspielen und vielleicht kannst du eins oder zwei davon gebrauchen. Und wenn du den Rest der Zeit nicht störst und vielleicht einfach ein bisschen tanzt, dann sage ich mir „Das ist Respekt für mich“ und mehr will ich eigentlich gar nicht mehr. Der eine nimmt sich das und der andere das.</p>
<p><strong>BLANK: 99 von 100 Besuchern werden sich in Ihrem Konzert furchtbar nach Revolution fühlen und morgen trotzdem wieder in ihren alten Trott verfallen, als wäre nichts gewesen.</strong><br />
HS: Aber ich verspreche dir, dass sie, wenn sie bei diesem Konzert das richtige Gefühl gehabt haben, sich in bestimmten Situationen daran erinnern werden. Es wird ihnen gehen wie mir. Sie werden sich immer öfter erinnern, sie werden immer öfter in bestimmte Situationen kommen, wo sie sagen „Ja, Recht hat der Söllner“. Stell dir vor, du kommst Samstag vom Einkaufen mit deiner Frau und den Kindern hinten drin, in eine Polizeikontrolle. Weil du ein bestimmtes Shirt an hast oder vielleicht auch noch die CD vom Söllner auf dem Beifahrersitz, egal. Und dann ziehen sie das ganze Programm bei dir durch. Es ist so: Wenn du etwas impfst, braucht es seine Zeit, bis der Körper die Antikörper selbst produziert. Wenn etwas zu schnell geht, haben wir ein Problem. Wenn heute 1.000 losgehen und morgen sind es 3.000 und übermorgen 8.000, das kann nicht funktionieren. Die Leute müssen langsam lernen, keine Angst mehr zu haben. Man kann nicht einfach losgehen und einem Polizisten eine überziehen, man muss es eben anders zeigen.</p>
<p><strong>BLANK: Sie arbeiten viel mit Symbolen. Nehmen Sie die Warnblinkanlagen. Blinkende Warnblinkanlagen werden in dieser Welt nicht viel ändern können.</strong><br />
HS: Da wäre ich mir nicht so sicher. Was ich weiß ist, dass Gewalt nichts ändert. Außer, dass Gewalt wieder Gewalt erzeugt. Und das gleiche Prinzip funktioniert auf der anderen Seite auch. Wenn du albern bist oder verliebt und mit einem Lächeln durch die Gegend gehst, dann kannst du die anderen dazu motivieren, das gleiche zu wollen. Die sehen, dem geht’s gut. Das wollen die auch gern. Niemand sagt „Den verfolgt die Polizei, den schlagen sie mit einem Gummiknüppel, das möchte ich auch gerne.“ Eigentlich tun viele das Gegenteil von dem, was sie gerne tun würden. Sie gehen raus auf die Straße und lassen sich da von der Polizei mit dem Gummiknüppel niederschlagen, dabei wollen sie eigentlich lieber ihre Ruhe und von jemandem geliebt werden. Und da denke ich mir, es geht gar nicht so sehr darum, ob ich etwas erreiche oder nicht. Es geht einfach darum, dass ich das alles für mich mache. Das Schöne ist, dass es ganz vielen Leuten geht, wie mir. Sonst würde es nicht funktionieren. Und wenn es dir über einen längeren Zeitraum so geht, brichst du entweder unspektakulär zusammen oder aber du wehrst dich. Und manche verfahren sich beim Wehren, das ist einfach so. Manche werden gewalttätig, manche wehren sich an der falschen Stelle oder zur falschen Zeit.<br />
BLANK: Haben Sie schon mal das Gefühl gehabt, von Ihren Anhängern als Stellvertreter in den Krieg geschickt worden zu sein?<br />
HS: Mich hat niemand geschickt und ich habe mich nie schicken lassen. Klar war ich manchmal enttäuscht. Ich redete mit so vielen Leuten und so wenige haben sich getraut, was zu tun. Aber ich habe das verstanden, denn sie sind alle allein. Und wir haben es nicht geschafft, zusammen etwas zu tun. Jeder muss für sich alleine irgendwo beginnen. Gestern war „Tag der Armut“ und heute verschenkt die Merkel 400 Milliarden an die Banken. Da muss ich gar nicht viel sagen draußen. Da sage ich ein paar Sätze und schüttel meine Arme, dann reicht das. Verstehst du? Ich bin nicht unglücklich oder enttäuscht, ganz im Gegenteil. Ich bin saufroh, dass ich irgendwann gemerkt habe, dass ich nicht möchte, dass irgendjemand auf einen Weg kommt, sondern dass ich auf meinem Weg bleibe.</p>
<p><strong>BLANK: Sieht dieser Weg irgendwann auch möglicherweise ein völlig unpolitisches Album vor?</strong><br />
HS: Alles ist Politik. „Politik“ ist das Wort, das über allem steht, sie kommt gleich nach dem Universum. Es ist Politik, dass wir beide heute hier sitzen, eine gesunde Politik natürlich. Für mich bedeutet Politik, dass wir versuchen, gemeinsam zu leben. Dieses Zusammenleben organisiert jemand für uns, das ist die Aufgabe der Politiker. Du kannst das ja nicht, weil du Kinder hast und arbeiten gehen musst. Du gibst einen Teil deines Geldes ab und dafür regelt jemand, dass du zur Arbeit kommst, dass du einen Kühlschrank hast, etwas zum Anziehen bekommst und einkaufen gehen kannst. So kann man es natürlich nicht jedem Recht machen und deshalb braucht es ein respektvolles Zusammenleben und jeder muss erkennen, dass er dafür auch mal in den sauren Apfel beißen muss. Das ist Demokratie. Und genau das ist die Arbeit der Politiker. Dafür wählt man sie und für sonst nichts. Und wenn ich merke, dass sie ihre Macht dazu ausnutzen, andere Völker auszuhungern, andere Länder zu überfallen und in meinem Land immer noch Waffen zu bauen, obwohl woanders 60% der Kinder auf einem Bein rumlaufen müssen, dann machen sie schlechte Politik. Das ist keine respektvolle Art und Weise, mit mir und meinen Mitbürgern auf dieser Welt zusammen zu leben. Und sie sind definitiv dafür verantwortlich. Ich baue keine Waffen. Sie bauen Waffen von meinem Geld. Und dafür habe ich ihnen dieses Geld nicht gegeben.</p>
<p><strong>BLANK: Und dennoch gibt es so wenig Widerstand.</strong><br />
HS: Weil die Leute abgelenkt sind. Weil sie konsumieren können, weil sie Kinder haben. Weil sie nichts damit zu tun haben, sie sich nicht ständig in die Nesseln setzen und Prügel beziehen wollen. Das ist aber nur noch für den Moment so. Die kurze Zeit, bevor ein Regime kippt, ist die schlimmste. Sie müssen jetzt ihren Apparat so aufblasen und uns ihre Stärke beweisen. Aber dann fällt alles zusammen. Und von einem anderen Tag auf den anderen werden die Leute aufstehen und andere Menschen umbringen.</p>
<p><strong>BLANK: Was sollte jeder Mensch tun, um die Gesellschaft ein bisschen besser zu machen?</strong><br />
HS: Das ist eine schwere Frage, denn das kann man so pauschal gar nicht sagen. Wir sollten einfach aufhören, eine Junkie-Gesellschaft zu sein, nach irgendwas süchtig zu sein. Egal, ob es Markenjeans sind, teure Uhren oder was auch immer. Wir müssen aufhören, Junkies zu sein. Alles, was uns süchtig macht, müssen wir überwinden. Wenn du den Drang nicht mehr hast, etwas haben zu oder etwas sein müssen, kannst du dich um das Wesentliche kümmern.</p>
<p><strong>BLANK: Zum Abschluss: Im letzten Jahr feierte Ihr Album „Hey Staat“ seinen 25. Geburtstag. Freuen Sie sich oder ärgern Sie sich, dass Sie inzwischen weit über zwei Dekaden gesellschaftlich relevant sind?</strong><br />
HS: Weißt du&#8230; wenn sich 1989 mit der Platte alles zum Guten gewendet hätte, hätte ich überhaupt kein Problem damit, heute Schlager zu machen, denn ich singe einfach gern. Einerseits freue ich mich, dass ein Album 20 Jahre lang aktuell ist, aber eigentlich gibt es nichts zu freuen, weil sich nichts geändert hat. Es gibt definitiv nichts zu feiern. Deshalb feiere ich auch keine Jubiläen, denn eigentlich ist es ja traurig, dass ich seit 25 Jahren die selben Lieder spiele und immer wieder über die selben Themen rede und sich offensichtlich nichts geändert hat. Und ich werde noch mal 25 Jahre drüber reden und es wird sich noch einmal nichts ändern. Außer, dass ich glaube, dass ich keine 25 Jahre mehr werde singen können, weil wir Krieg haben werden auf unseren Straßen. Wir werden Angst haben vor unseren Nachbarn und werden nicht mehr wissen, wer unser Freund ist und wer unser Feind. Wir sollten uns dann hüten, mit wem wir über was sprechen, damit nachts nicht ein VW-Bus vor unserem Haus hält, wo bewaffnete Typen raus springen, die uns mitnehmen. So, wie es in Peru, China oder Tibet oder sonst wo auf der Welt schon passiert. Es ist also mein grundsätzliches Versagen, dass ich es nicht geschafft habe, mit meinen Anstrengungen die Welt zu verändern. Ich habe es geschafft, Leute zum Denken zu bringen, verstehst du? Aber das ist nichts zum Feiern. Ich feiere ja auch nicht 70 Jahre Holocaust oder ähnliches. Feiern tut man nur Siege und ich habe keinen Sieg errungen. Es geht mir auch mehr um den Weg, den Kampf an sich. Nicht so sehr um den Sieg. Es geht mir darum, dass ich mitteilen kann, dass ich für diese Welt eine bestimmte Art von Traurigkeit empfinde. Oder auch meine Freude und Schadenfreude. Alles, verstehst du? Ich bin ein Mensch und nicht erhaben. Ich stehe nur über vielen Dingen. Ich freue mich, dass der Beckstein weg ist. Aber ich freue mich nicht, dass der Haider tot ist. Ich kann mich nicht über den Tod eines Menschen freuen. Wenn ich denke, dass jemand ein schlechter Mensch ist, dann tue ich zu Lebzeiten was gegen ihn auf meine Art und Weise. Ich sage zu ihm „Du dumme Sau“ oder „Fick dich ins Knie“, aber ich erschieße ihn nicht. In dieser Zeit war ich schon mal, aber ich bin Gott sei Dank durch meine familiären Verhältnisse daran gehindert worden, mir zu wünschen, dass jemand tot ist. Ein Staatsanwalt oder ein Polizist kann dich so weit bringen, dass du an Selbstmord denkst, wenn sie Lust haben. Aber ich glaube, dass ich das eben auch kann und ich denke, dass ich es nicht tun sollte. Ich bin nicht Stefan Raab, der Leute so durch den Dreck zieht, dass sie nicht mehr auf die Arbeit gehen können. Das ist ein 20 Sekunden-Junkie, der für einen blöden Spruch vor Gericht geht und sagt „Scheißegal, zahlt ja eh der Sender“. Stefan Raab ist ein schlechter Mensch, aber ich würde nie auf die Idee kommen zu sagen, der Typ muss weg oder gehört erschossen oder soll einen Autounfall haben. Man sollte ihm die Sendung wegnehmen und er sollte wieder Wurst verkaufen. Er benimmt sich in dieser Welt wie ein Metzger, er geht über Leichen. Man sollte nicht lachen, wenn irgendjemand etwas nicht erreicht. Sonst bist du einer von denen. Und ich will keiner von denen werden. Ich möchte nichts feiern. Ich möchte nur, dass es unspektakulär zu Ende geht.</p>
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