Archive for Juni, 2013

Das inoperable Rhabdomyosarkom

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Das inoperable Rhabdomyosarkom könnte auch ein hipper Elektoact oder eine Punkband sein, ist aber schlichtweg eine riesen große Scheiße. Jay Leandro ist fünf Jahre und hoffentlich werden es noch mehr, denn die Krankheit zehrt wie verrückt an seinem kleinen und jungen Körper. Nach wie vor ist Krebs unser Feind und wenn er erstmal da ist, dann ist es schwer, ihn davon zu überzeugen, wieder zu gehen. Normalerweise fotografiert Oliver Rath viel Titten und Trash, Motive aus Skate- und Pornokultur und das hippe Szeneleben Berlins. Jetzt hat er Jay Leandro fotografiert, im Krankenhaus, auf dem Bett, ganz sanft und ruhig und doch voller Kraft und Energie, denn Aufgeben und Nachlassen kommt auf keinen Fall in Frage.

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Der Zorn der Götter

Die Kumbh Mela, das größte Pilgerfest der Welt in der indischen Stadt Allahabad, hatte mich ordentlich runter gerockt. Der nächtliche Qualm der Feuer, in die vom Plastikmüll, über Scheiße, bis hin zu Leichname alles geworfen wurde, und sich der Qualm dann wie ein Leichentuch über das gigantische Zeltlager legte, hatte nicht nur meine Lungen verätzt, nein, er hatte mich förmlich von dem Gelände der Kumbh Mela geräuchert. Flucht ins nahe Varanasi war die einzige sinnvolle Lösung gewesen.

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Joey Goebel

Goebel

Joey Goebel ist mit seinen zweiunddreißig Jahren bereits zu einem kleinen literarischen Schwergewicht aufgestiegen. Der, in Kentucky geborene, ehemalige Sänger einer Band namens „The Mullets“ hat mit „Ich gegen Osborne“ (die Geschichte eines einzigen brutalen Schultages im leben von James Weinbach) nun schon sein viertes Werk vorgelegt. Gibt man seinen Namen in eine der Suchmaschinen ein, steht da: „Joey Goebel, eigentlich Adam Joseph Goebel der Dritte. Seine Bücher beschreiben auf satirische Art die Eigenheiten der Popkultur im Mittleren Westen der USA.“ Verstanden? Ich zumindest nicht wirklich, aber ich habe seine Bücher ja selbst gelesen und obwohl kein großer Zyniker oder Satiriker an mir verlorengegangen ist, konnte ich mich in fast allen seiner Helden problemlos wiederfinden. Goebel der Dritte oder Gesellschaftskritiker meinetwegen, aber seine Bücher machen vor allem eins: Unglaublichen Spass.

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Fotobeweis Wartezimmer

Türhund

Manchmal sind es die Kleinigkeiten, das Unerwartete. Im Transit zwischen Hoffnung und Schmerz, irgendwo in einem gutbürgerlichen Viertel in Berlin, wenn es gutbürgerlich noch gibt. Geht es doch vielmehr um die urbane Hoffnung, die Romantik und um die Zuneigung. Ein weiches Fell. Flausch. Verantwortung lernen und bla bla bla. An der Ampel ein Mädchen mit Geigenkoffer, die sofort tauschen würde. Doch das Geigespielen habe ich selbst schon eingetauscht. Da war ich dreizehn. Und getauscht habe ich die Geige gegen ein Schlagzeug. Richtig gemacht haben es meine Eltern.

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