'Category Archives: Literatur // Roman Libbertz Literatur // Roman Libbertz

T.C.Boyle kennt jeder. Er wurde 1948 in New York geboren. 1987 gewann er mit “World´s end” den PEN/Faulkner Award. Spätestens sein Roman “Water music” bescherte ihm dann noch das Etikett des Kultautoren. Und neben der schreibenden Kunst ist er Professor für kreatives Schreiben an der Universität South Califonia. Lesungen von ihm sind immer ein Erlebnis.

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Joey Goebel

Joey Goebel ist mit seinen zweiunddreißig Jahren bereits zu einem kleinen literarischen Schwergewicht aufgestiegen. Der, in Kentucky geborene, ehemalige Sänger einer Band namens „The Mullets“ hat mit „Ich gegen Osborne“ (die Geschichte eines einzigen brutalen Schultages im leben von James Weinbach) nun schon sein viertes Werk vorgelegt. Gibt man seinen Namen in eine der Suchmaschinen ein, steht da: „Joey Goebel, eigentlich Adam Joseph Goebel der Dritte. Seine Bücher beschreiben auf satirische Art die Eigenheiten der Popkultur im Mittleren Westen der USA.“ Verstanden? Ich zumindest nicht wirklich, aber ich habe seine Bücher ja selbst gelesen und obwohl kein großer Zyniker oder Satiriker an mir verlorengegangen ist, konnte ich mich in fast allen seiner Helden problemlos wiederfinden. Goebel der Dritte oder Gesellschaftskritiker meinetwegen, aber seine Bücher machen vor allem eins: Unglaublichen Spass.

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Goebel

DBC Pierre

Da las ich, dass der große Werner Herzog eines der letzten Vorhaben von Bernd Eichinger in Angriff nehmen will. Kurzerhand kaufte ich mir also diesen „Jesus von Texas“ vielleicht ein wenig um der Zeit voraus zu sein, aber vor allem um herauszufinden was diese zwei Männer so bewegt haben musste. Das Buch so, merkte ich schnell lebt, von seinem Stil, von den schnellen unvorhersehbaren Wendungen und von seinem großen Witz, doch vor allem pulsiert es. Nie zuvor befand ich mich in der Situation, dass mein Kumpel eben 16 Menschen erschossen, sich anschließend selbst hingerichtet hatte und die gesamte Öffentlichkeit es irgendwie auch mir in die Schuhe schieben wollte. Ein unglaublicher Ritt, der mich selbstverständlich dazu brachte, mit DBC Pierre in Kontakt zu treten, aber natürlich nicht um etwas vorwegzunehmen.

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Tilman Rammstedt

Der 1975 geborene Tilman Rammstedt ist für mich das deutsche Pendant zu Jonathan Safran Foer. Wie der geniale Amerikaner beweist auch er mit jedem Buch den Mut weiter zu gehen, die Grenzen ein wenig mehr zu überschreiten und beweist dabei ebenfalls er die große Kunstfertigkeit sich nicht zu verlieren. In „Die Abenteuer meines ehemaligen Bankberaters“, einer sagenhaften Abendteuergeschichte mit stark zwischenmenschlichstem Einschlag und doppelten Böden ist das selbstverständlich nicht anders. Bachmann, Annette-Hülshoff und den Preis der deutschen Wirtschaft hat er schon, im Grunde nur eine Frage der Zeit bis er sie alle besitzt.

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LiteraturKolumne-Rammstedt

Ein unmöglicher Versuch
mit Sibylle Berg

Sich einer Großmeisterin wie Sibylle Berg zu nähern ist schwerig. Nach reiflicher Überlegung kam ich zu dem Schluss, dass es mir schließlich nie so gelingen würde, wie ich wollte. Aus diesem Grund strich ich all meine Fragen auf zehn Wörter zusammen, in der Hoffnung, sie würde das verstehen. Und hier lesen sie das Ergebnis:

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Schriftstellerin?

Wollte ich seit ich 5 war werden. Weil – ja vermutlich weil ich Angst vor Lokomotiven hatte. Tja, da denken Sie jetzt mal darüber nach. Geschrieben habe ich dann später tonnenweise Geschichten, 2 unveröffentlichte Romane, und der Antrieb war nur, besser zu werden, so gut, dass ich irgendwann sagen würde: “So, dass ist jetzt mal richtig gut. Inhalt und Form stimmen, ich sage alles, was ich wollte, und die Menschen tragen mich auf Händen für die Warheit, die ich Ihnen geschenkt habe.” Das wird wohl nie passieren.

Schweiz?

Westdeutschland war mir zu groß. Oder ich weiss nicht. Nach der DDR habe ich einen Ort gesucht, an dem ich keine Angst haben muss. Ein wenig pathologisch, ich gebe es zu. In der Schweiz habe ich mich immer wie in einem Schaumbad gefühlt. Nicht wegen der Steuern des Reichtums, eigentlich ist das Land zu teuer für Künstlerinnen. Aber es hatte immer mein Tempo, der Humor der Menschen entsprach mir mehr. Irgendwie so etwas ungreifbares.

Reisen?

Nachdem ich lange Zeit die Welt besichtigen musste, um ein wenig zu verstehen, Kriege und Armut und alles, was anders ist als bei uns, sehen und begreifen musste, muss ich das heute zwingend nicht mehr. Ich fahre nur noch gerne an Orte, die ich kenne, und an denen mir wohl ist.

Buchmessen?

Kotz.

Toto?

Mein Idealmensch.

Leben?

Eindeutig zu kurz. Erst weiss man nicht, wer man ist und wo und mit wem und warum. Und wenn man das herausgefunden hat, muss man auch schon langsam den Sarg packen.

Autoren?

Wild durcheinander, zu allen Zeiten unterschiedlich wichtig. Upton Sinclair, Bret Easton Ellis, Murakami, Zola, Greer, Phillipe Djian.

Weiss?

Ich hab es eigentlich schwarz lieber, ich finde es lustiger in Punkkneipen (ok, die gibt es nicht mehr) als mit Engeln zu reden. Schwarzer humor, schwarze sachen contra weisse Lichtarbeiter.

Netzwerke?

Prima. Also online? Prima. Oder in Echtzeit? Prima.
Ohne andere ist das Leben doch komplett unerträglich. Große Liebe zum Internet, große Liebe zu Nerds, große Liebe zu all dem Raum im Netz, den ich noch nicht verstehe.

Genuss?

Dauernd. Wenn nicht Buchmesse. Ich bin der trägste, genussvoll vor sich hinsabbernde Mensch, den ich kenne.

Phillipe Djian

Bücher haben bei vielen meiner Freunde den Ruf, langweilig und einschläfernd zu sein. Umständliche Sätze, endlose Beschreibungen anstatt fesselnder Geschichten. Das muss verflucht noch mal nicht sein! Ein Ansatzpunkt. Durch den Bezug zum Autor oder die Hintergründe, warum dieser oder jener Roman geschrieben wurde, kann Verborgenes sichtbar und ein Buch zu mehr als einem Buch werden. Kinderleicht. Mir geht es jedenfalls so. Hier ein weiterer Versuch, ein Buch für dich lebendig zu machen. Weiter weiter lesen

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Thomas Glavinic

An einem verregneten Mittwoch Nachmittag treffe ich den Schriftsteller Thomas Glavinic. Vor unserem Interview war mir bekannt, dass er 37 Jahre alt ist, dass „Das Leben der Wünsche“ seine siebte Romanveröffentlichung ist, die er alle auf einer 30 Jahre alten Schreibmaschine, für die es kaum noch Farbbänder gibt, getippt hat und dass er nach Daniel Kehlmann, mit dem er befreundet ist, der meistübersetzte Autor der jüngeren österreichischen Generation ist. Was heißt das nun? Keine Ahnung.

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Thomas Glavinic

Friedrich Ani

An einem lauen Mittwochssommerabend traf ich den Schriftsteller Friedrich Ani, in dem von ihm gewählten Münchner Stadtcafé. Seit seinem grandiosen Buch „Verzeihen“, das ich vor nicht allzu langer Zeit zum zweiten Mal las, hatte ich den Entschluss gefasst, um ein Treffen zu bitten. Weiter weiter lesen

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Benedict Wells

Bücher haben bei vielen meiner Freunde den Ruf, langweilig und einschläfernd zu sein. Umständliche Sätze, endlose Beschreibungen anstatt fesselnder Geschichten. Das muss verflucht noch mal nicht sein! Ein Ansatzpunkt. Durch den Bezug zum Autor oder die Hintergründe, warum dieser oder jener Roman geschrieben wurde, kann Verborgenes sichtbar und ein Buch zu mehr als einem Buch werden. Kinderleicht. Mir geht es jedenfalls so. Hier der Versuch, einen Roman für dich lebendig zu machen. „BECKS LETZTER SOMMER“ Weiter weiter lesen

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Sarah Kuttner

Eine Viertelstunde zu spät liefert mich die auffallend lahme Taxifahrerin in einem italienischen Lokal mit dem Namen “Trattoria Paparazzi” ab. Sarah sitzt mit ihrem Manager, der auch ein sehr guter Freund ist, dort und hat Spagetti mit Meeresfrüchten bestellt (er isst Thunfischcarpaccio mit frittierten Kapern). Weiter weiter lesen

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