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Blade Runner 2049 – Es geht schon wieder los!

Rick Deckard rennt wieder: Es scheint, als wolle der große Harrison Ford im fortgeschrittenen Alter noch ein paar Kreise schließen. Und wen wundert das, wenn die ganz großen Geschichten seiner ikonischen Figuren immer weiter geschrieben werden? Und so kommt nach dem Ende von Han Solo nun mit “BLADE RUNNER 2049″ das Sequel des damals von Ridley Scott verantworteten 1982er-Spektakels in die Kinos. Und wieder gibt es eine Menge zu tun für die “Blade Runner”, jene Spezialbeamten, die uns vor den hochentwickelten “Replikanten” beschützen sollen.

30 Jahre nach den Ereignissen des ersten Films fördert ein neuer Blade Runner, der LAPD Polizeibeamte K (Ryan Gosling), ein lange unter Verschluss gehaltenes Geheimnis zu Tage, das das Potential hat, die noch vorhandenen gesellschaftlichen Strukturen ins Chaos zu stürzen. Die Entdeckungen von K führen ihn auf die Suche nach Rick Deckard (Harrison Ford), einem seit 30 Jahren verschwundenen, ehemaligen LAPD Blade Runner.

Vieles dessen, was 1982 als Dystopie entworfen wurde, ist 2017 längst Realität, viele der Fragen, die 1982 aufgeworfen wurden, sind bis heute nicht beantwortet und der Zeitpunkt, in dem “Replikanten” Realität werden, scheint näher als je zuvor. Und so kann auch der “Blade Runner 2049″ entweder als Diskussionsbeitrag zu den ganz großen ethischen Fragen unserer Zeit gesehen werden – oder einfach als fesselnder Sci-Fi-Thriller mit Starbesetzung, der er ist.

Denn mit vielen kleinen Reminiszenzen an den übergroßen Vorgänger punktet “Blade Runner 2049″ an allen Fronten: Die Geschichte der Blade Runner fesselt auch im Zeitalter von Drohnen, Alexa, Siri und der Robotronic ohne Abstriche. Das liegt nicht nur am Ensemble und der Geschichte, sondern auch an den rasant, aber durchgängig geschmackvoll choreografierten und ausgestalteten Actionszenen, die die Ästhetik der Idee in eine neue Zeit transportieren. Alte Fans und neue Liebhaber können sich davon ab dem 5. Oktober in den deutschen Kinos bedenkenlos überzeugen.

Pünktlich zum Kinostart der Filmfortsetzung „Blade Runner 2049“ erscheint bei Argon Hörbuch eine Hörspielfassung der literarischen Inspiration “Träumen Androiden von elektrischen Schafen?” von Philip K. Dick. Für alle Freunde des Stoffes verlosen wir 2 Exemplare unter allen, die uns bis zum 5.10. eine Mail mit dem Betreff “Blade Runner 2049″ an verlosung@blank-magazin.de schicken!

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Public Viewing: Wie das Phänomen Deutschland eroberte

Dieses Jahr gab es ja kein fußballerisches Großereignis und die Fußballgemeinde fiebert deshalb schon 2018 entgegen, in dem erneut die Fußballweltmeisterschaft in Russland stattfinden wird. Natürlich gibt es dann wieder das allseits beliebte Public Viewing, das 2006 mit der Fußball-WM in Deutschland seinen Anfang nahm. Die Fanmeile in Berlin vor dem Brandenburger Tor ist zweifelsohne noch allen im Gedächtnis. Unter freiem Himmel wurde dort eine riesige Leinwand installiert, auf der Tausende Fußballfans die Spiele der deutschen Nationalmannschaft live miterleben konnten.
Seither hat sich dieses Phänomen vor allem in Deutschland etabliert. Bei einer Befragung zum Interesse an Public Viewing im Jahr 2016 gaben über 16 Millionen Menschen an, sich für den Besuch solcher Veranstaltungen zu interessieren. 2012 waren es noch rund 2 Millionen weniger. Heutzutage werden nicht mehr nur große Sportevents auf diese Weise angeschaut, sondern zum Beispiel auch der Eurovision Song Contest. In Deutschland fand man schnell einen Namen für diesen neuen Trend: Public Viewing.

Alles begann 2006 mit der Fußball-WM

Als die Fußball-WM 2006 in Deutschland ausgerichtet wurde, war schnell klar, dass die Anzahl der verkäuflichen Tickets für die Spiele in den Fußballstadien für die Masse an Fans niemals ausreichen würde. Deshalb beschlossen zahlreiche Städte und Dörfer, große Leinwände aufzustellen, die es Hunderten, manchmal sogar Tausenden ermöglichen sollte, die Fußballspiele kostenlos und in Gesellschaft Gleichgesinnter anzuschauen. Diese damals noch neuartige Form der Veranstaltung wurde dann als Public Viewing bezeichnet.

Für diesen neuen Typ von Event wurde dann auch das deutsche Wort ‚Rudelgucken‘ erfunden, das es sogar in den Duden geschafft hat. Bei der Fußball-EM 2016 in Frankreich gab es dann schon Public-Viewing-Veranstaltungen in allen größeren Städten. Beliebte Orte fürs Public Viewing waren zum Beispiel das Brandenburger Tor in Berlin, das Heiligengeistfeld in Hamburg, der Olympiapark in München, der Roncalliplatz in Köln, die MainArena in Frankfurt, die Gilde Parkbühne in Hannover, das Stadtwerke Düsseldorf Fanstadion, der Elbgarten in Dresden, der Bayrische Bahnhof in Leipzig und der Taubenschlag in Bremen. Auch bei der Fußball-WM 2018 wollen die Städte und Gemeinden wieder für ausreichend Public-Viewing-Möglichkeiten sorgen. Während solcher Sportgroßereignisse, wie dem Fußball Live Event des Jahres 2018, der Fußballweltmeisterschaft in Russland, scheint auch die Lust auf Sportwetten zu steigen. Wettbüros bestätigen, dass sie während dieser Zeit mehr Wetten entgegennehmen als sonst.

Public Viewing nicht nur bei Sportevents

Den Deutschen machte das Erlebnis, mit anderen gemeinsam Sportveranstaltungen anzuschauen, so viel Spaß, dass Public Viewing nun auch für fast alle anderen großen und kleinen Events auf der Tagesordnung steht. Zum Beispiel zieht der jährlich stattfindende Eurovision Song Contest große Gruppen begeisterter Zuschauer an. Als der Eurovision Song Contest 2011 in Düsseldorf stattfand, schauten sich das Spektakel über 5000 Menschen auf der Hamburger Reeperbahn an.
Bars und Restaurant werden seitdem auch regelmäßig zu Treffpunkten für Fans, um Kultserien im Fernsehen, wie die Krimireihe den Tatort oder bestimmte Telenovelas, zu schauen.

Was macht das Rudelgucken so aufregend?

Public Viewing ist eine ausgezeichnete Alternative für all diejenigen, denen es nicht möglich ist, live bei einem Sportevent oder Konzert dabeizusein. Sei es, weil die Tickets ausverkauft sind, weil es zu teuer ist oder einfach zu weit weg ist. Das gemeinsame Schauen und Mitfiebern lässt den Anschein aufkommen, selbst live mit dabei zu sein, da die Atmosphäre fast dieselbe ist. Britta Ufer geht in ihrer Dissertation über Public Viewing näher darauf ein und hebt hervor, dass das kollektive Jubeln oder Trauern bei einem Sieg oder einer Niederlage des gemeinsam favorisierten Teams ein Zusammengehörigkeitsgefühl auslöst. Bei der Teilnahme an Public-Viewing-Events und dem gemeinsamen Mitfiebern entsteht dass Gefühl, dass man persönlich zum Erfolg der Mannschaft beigetragen hat.

Jeder, der schon einmal ein Event in einer jubelnden Menge, sei es bei einer Sportveranstaltung oder bei einem Konzert, miterlebt hat, weiß, dass Public Viewing bis heute nichts an seiner Faszination verloren hat und auch in Zukunft gerne von Jung und Alt aufgrund des entstehenden Gemeinschaftsgefühls zelebriert werden wird. 2018 wird es dann wieder mit der Fußballweltmeisterschaft soweit sein und dann heißt es erneut: Deutschland vor, noch ein Tor!

Public Viewing in Deutschland

Die Seele des Gin

Soul Of Bavaria Gin

Habt ihr kürzlich diese Meldungen gelesen, wonach der Gin eines Discounters der Beste der Welt sein soll? Wir sind nicht überzeugt, denn bei hochwertigen Spirituosen gehört zum Geschmack, zum Inhalt, zum Haptischen, zum Olfaktorischen auch die Geschichte, die Seele des Getränks. Und in dieser Erzählung kommt der Faktor “Discounter” einfach nicht vor. Es tut uns Leid, aber die Seele schmeckt mit.

Stattdessen sinnieren wir beim Genuss des “Soul Of Bavaria”-Gin der reinen Klarheit im Glas über die Ethymologie der schönen Dinge – und schmecken nicht nur dem Aroma von Wacholder und dem edlen Geschmack von Zitrusfrüchten nach.

Und dieser Gin ist ein wahrer Lockstoff für schöne Gedanken, ab dem ersten Schluck und nicht erst zur Mitte der wunderschön klassisch designten Flasche. Lasst es an einem lauschigen Spätsommerabend fliegen und entweder in die pure Eleganz des Gin oder ein erfrischendes Mischgetränk wieder eintauchen. “Soul Of Bavaria” lädt ein, die Summe aus allem was drin ist und allem, was dahinter steckt zu ergründen.

Bester bayerischer Weizen, 10 Früchte und Kräuter aus aller Welt, 100% Handarbeit, absolute Sorgfalt bei der Produktion – und der wache Geist und die besondere Liebe, die aus einer über hundertjährigen Familientradition des Destilierens erwächst: Dieser Tropfen ist Seele pur.

Zu beziehen ist es den “Soul Of Bavaria”-Gin nicht nur für Liebhaber direkt beim Hersteller BAVARIAN SPIRITS!

Digitalisierung und die Herausforderungen für den Datenschutz

Digitalisierung verspricht in vielen Lebensbereichen eine Erleichterung des Alltags. Wirtschaftlich wird der digitale Wandel mit Effizienzgewinn und Zeitersparnis in Verbindung gebracht. In diesem Zusammenhang hat Bahnchef Lutz verlauten lassen, dass das digitale Bahnticket das klassische gedruckte Ticket Schritt für Schritt ablösen soll. Während Handytickets schon seit einigen Jahren eine Option darstellen, soll das Digitalsystem zeitnah die Regel werden. Kritiker befürchten mangelnde Rücksicht im Umgang mit Fahrgastdaten und sprechen vom gläsernen Reisenden. Dies wirft die Frage nach den Chancen und Risiken der Digitalisierung auf.

Überblick: Digitalisierung von Daten

Grundprinzip der Digitalisierung ist die Sammlung von Daten, die elektronisch eingespeichert und analysiert sowie ausgewertet werden. Diese Daten sind ein wertvoller Rohstoff für die Wirtschaft und bilden die Grundlage für die Vernetzung verschiedener Arbeitsbereiche. Hiervon sind Sie unmittelbar betroffen, wenn es um personenbezogene Daten geht.

Die wesentliche Herausforderung besteht in der Gratwanderung zwischen effizienter Nutzung der Daten einerseits und Wahrung des Datenschutzes andererseits. Da Digitalisierung nahezu sämtliche Lebensbereiche durchdringt, befürchten Datenschützer je nach Schwerpunkt den gläsernen Bürger, den gläsernen Arbeitnehmer oder den gläsernen Fahrgast. Im Hinblick auf die Daten von Bahnreisenden sind beispielsweise mit dem Umstieg auf digitale Tickets komplette Bewegungsprofile der Kunden möglich.

Gefahren und Sicherheitslücken im Internet

Neben der bewussten Datennutzung durch Konzerne stellen jedoch besonders die Gefahren im Internet durch Schadsoftware und Hacker ein Problem dar. Dieses gewinnt mit fortschreitender Digitalisierung an Bedeutung. Als wichtigste Gefahrenquelle gelten Trojaner und Würmer, die sich ohne Wissen des Nutzers in IT-Systeme einschleichen. Ihr Gefahrenpotential liegt vor allem in ihrer Vielfalt und ihrer schnellen Reproduktion begründet, da täglich mehrere Hunderttausend neue Formen auftauchen. Gegenwärtige Erkenntnisse legen nahe, dass mindestens 50 Prozent der Neuinfektionen von Computersystemen unentdeckt bleiben.

Diese Gefahren betreffen auch und insbesondere Mobilgeräte. Besonders Android ist laut Datenschützern von häufigen Sicherheitslücken betroffen. Aufgrund solcher Lücken können Unbefugte etwa E-Mails und sonstige Nachrichten abfangen oder im schlimmsten Fall eine Fernsteuerung des Gerätes über das Betriebssystem vornehmen. Manche Schnittstellen ermöglichen so genanntes Cross-Site-Scripting, das heißt das Mitlesen von E-Mails über manipulierte Webseiten.

iOS von Apple gilt als Betriebssystem, das geringere Sicherheitsrisiken birgt, jedoch listet auch dieser Hersteller immer wieder geschlossene Sicherheitslücken auf, die Rückschluss darauf geben, dass das System nicht von Risiken frei ist. Windows Phone gilt unter anderem aufgrund des geringeren Marktanteils und den hohen Sicherheitsauflagen als relativ sicheres Betriebssystem.

Als Nutzer internetfähiger Geräte bieten Antiviren-Programme einen Mindestschutz, der die wichtigsten und bekannten Cyber-Attacken abwehrt. Einen Überblick und umfassenden Vergleich von wirksamer Antiviren-Software finden Sie bei Netzsieger.

Fazit

Dem Effizienzgewinn der Digitalisierung stehen wachsende Anforderungen an den Datenschutz gegenüber. Insbesondere der Umgang mit sensiblen persönlichen Daten ist in diesem Zusammenhang eine wichtige Herausforderung. Als Nutzer internetfähiger Geräte sind Sie Teil der Digitalisierung. Daher ist es wichtig, ein Bewusstsein für Datensicherheit und Datenschutz zu entwickeln. Die Anwendung von Antiviren-Software ist dabei eine Mindestvoraussetzung gegen unerwünschten Datenzugriff.

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HEISS – Drei Jungs geben ÜBERGAS

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Wenn man sich auf die Suche nach Attributen für ÜBERGAS, ihre Musik und den Geist, der diese Band und ihren Frontmann Krispin Kirchhoff beschreibt, darf man nicht in der sprachlichen Feinkostabteilung stöbern. Hier geht es nicht subtil oder gar filigran zu, hier herrscht die derbe Kelle, der nackte Wahnsinn und eine nicht immer leicht zu ertragende Rohheit. Und weil das so gewollt und gekonnt ist, regiert dieses Triumvirat der Ver- und Zerstörung auch auf dem vierten Album der Münsteraner: “Heiss” reiht sich ein in einen gewachsenen Katalog aus Wutklumpen und vitaler Härte.

Denn auch wenn “Heiss” nicht durchgängig die ganz hohe Schule der Rockunterhaltung ist, merkt man der Scheibe doch in jeder Sekunde an, dass alles genau so gemeint ist, wie es eingetrümmert wurde. Das hier ist ernst, das hier ist alles, was die Band geben kann und ohne Rücksicht auf Verluste durchgeknüppelt. Das macht Spaß und sorgt dafür, dass die vielen guten Momente – wie das fast programmatische “Auf die Fresse fertig los”, der Titelsong oder die Selbstermächtigung “Weil ich will und weil ich Bock hab” – die schwachen Phasen locker übertönen. Wer es hart braucht, bereit ist, über den einen oder anderen wenig eleganten Reim hinweg zu sehen, wird durch einen mächtigen Energieschub, aggregiert aus Punk, NDH und diesem ganz eigenen ÜBERGAS-Element, belohnt werden. Und wer eine völlig unpeinliche, dafür extrem charmante Ballade wie “C´est la vie” im Programm hat, hat sowieso Recht.

Die gute Nachricht: Wir haben zweimal “HEISS” für euch zur freien Verfügung. Wer Lust auf deutschsprachigen Powersuperduperhighenergierock hat, schickt uns bis zum 7.7. eine Mail mit dem Betreff “HEISS” an verlosung@blank-magazin.de!

Imagine Dragons – Sündigen kann man überall

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„Now I’m smiling from the stage” heißt eine Zeile der neuen Single Thunder von den Imagine Dragons, einer US-amerikanischen Band aus Las Vegas, Nevada. Wenn man sich die musikalische Erfolgsgeschichte der Indie-Rock-Band anschaut, versteht man recht schnell, was die Jungs damit sagen wollen. Die Band wurde 2008 gegründet und wurde 2012 durch die beiden Songs It’s Time und Radioactive, dem Trailer-Song zum Computerspiel Assassin’s Creed III, bekannt. Nach ihrer gleichnamigen EP Imagine Dragons im Jahr 2009 und einer zweiten EP mit dem Namen Hell and Silence wurde die Band von Interscope Records unter Vertrag genommen. Wenig später nahmen sie mit Alex Da Kid, einem britischen Musikproduzenten, ihre EP Continued Silence auf, die 2012 auf dem Markt erschien und es bis in die US-Charts schaffte. Alex Da Kid wurde unter anderem durch Produktionen für Künstler, wie Eminem, Rihanna oder auch Dr. Dre, bekannt. Mit ihrem Song Radioactive gelang Imagine Dragons schließlich der Durchbruch. Der Song landete in den internationalen Top 5 und schaffte es in Schweden sogar auf Platz 1. Im Herbst 2012 wurde schließlich ihr Debütalbum Night Visions veröffentlicht und schaffte es in vielen Ländern in die Top 10. Mit Demons und On Top of the World landete die Band zwei weitere Hits. Im Jahr 2013 ging der Erfolg weiter: Die Imagine Dragons gewannen den American Music Award in der Kategorie „beste Alternative-Künstler“ und ihre Single Radioactive wurde bei den Grammy Awards als „beste Rock-Performance“ ausgezeichnet.

2014 setzen Imagine Dragons noch einen drauf, als sie mit Battle Cry den Titel-Song zu Michael Bays Transformers: Ära des Untergangs veröffentlichten. Passend zur League of Legends World Championship, der Weltmeisterschaft in dem Spiel League of Legends, veröffentlichte die Band zusammen mit den Spieleentwicklern im gleichen Jahr den Song Warriors, der schließlich zum Titel-Song der Meisterschaft wurde. 2015 kam das neue Album Smoke + Mirrors auf den Markt. 2016 legte die Indie-Rock-Band einen weiteren Meilenstein: Zusammen mit den Superstars Lil Wayne, Wiz Khalifa, Logic, Try Dolla $ign und X Amassadors veröffentlichten sie den Song Sucker for Pain, der auf dem Soundtrack zum oskargekrönten Film Suicide Squad zu hören ist. Anfang 2017 feierte die Band den Erfolg des neuen Songs Believer, der im Super-Bowl-Werbespot zur neuen Nintendo Switch gespielt wurde.

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Ihre Musik ist nicht die einzige Verbindung, die die Imagine Dragons zur virtuellen Welt der Computer- und Videospiele haben. In einem Interview gibt Frontmann Dan Reynolds zu, den Großteil seiner Jugend selbst mit Computer- und Videospielen verbracht zu haben, u. a. mit dem virtuellen Fußballspiel FIFA. Immerhin stammen die Jungs aus Las Vegas, der Stadt der Sünden („Sin City“) und der „Hauptstadt der Unterhaltung“. Wenn man 24/7 von blinkenden Reklameschildern und lauten Spielautomaten umgeben ist, die auch noch Geld spucken, kann einem ein Tour-Stop in Scheessel (Deutschland) schon einmal wie eine Kaffeefahrt vorkommen. Um auf ihrer Tour trotzdem nicht die einzige Unterhaltungsquelle zu sein, greifen die Jungs hin und wieder auf ihre Spielekonsolen zurück oder flüchten sich alternativ in spannende Online-Welten, z. B. in die Welt der Online-Casinos. In so genannten Live-Dealer-Casinos können die Jungs mit Hilfe von HD-Kameras professionelle Dealer per Live-Stream auf den Computer oder auch auf das Smartphone übertragen. Auf diese Weise erleben die Musiker den Nervenkitzel der physischen Casino-Atmosphäre, ohne dafür auch nur ein Casino betreten zu müssen, und holen sich gleichzeitig ein Stück von ihrer Heimat in den Tour-Bus. Sündigen kann man nämlich überall – nicht nur in Vegas. Derzeit arbeitet die Band zusammen mit KIDinaKorner und Interscope Records an ihrem Album Evolve, das voraussichtlich am 23. Juni 2017 veröffentlicht werden soll. Mit den beiden Singles Believer und Thunder und der für Herbst 2017 angekündigten Evolve Tour promoten die Imagine Dragons das Album-Release schon seit Mai. Nach ihrem Konzert im Belasco Theater in Los Angeles sind weitere Konzerte in Kanada, Deutschland, Belgien, Ungarn, Italien, Portugal, der Schweiz, Finnland, Frankreich und sogar in Tschechien und Russland geplant. Es scheint so, als wollten die Jungs ihr musikalisches Talent und ihre Vorliebe für virtuelle Spielwelten mit der ganzen Welt teilen.

(Bildquelle: Pixabay)

(SIC!) – Der Missing Link des Oi!

Broilers - (SIC!)

Geologen, Archäologen, Evolutionsbiologen und andere suchen seit Anbeginn, was die glücklichen Broilers 2017 schon entdeckt haben: Den Missing Link, das fehlende Stück in der eigenen Entwicklung. Und was da freigelegt wurde, ist keine wissenschaftliche Sensation, sondern „nur“ der logische Schritt zurück nach vorn. Und der wird für gewaltige Begeisterung sorgen – in der Fachwelt und darüber hinaus.

Wer sich als Band über 20 Jahre von ganz klein nach ganz groß evolutioniert hat, ist natürlich niemandem Rechenschaft schuldig, wenn er irgendwann mal zwei Stufen auf einmal nimmt oder eine andere Abzweigung wählt, als die erwartete. Eher im Gegenteil: Wer immer das Erwartbare macht, ist Dienstleister und kein Künstler mehr. Und nichts wäre wohl weiter vom Selbstverständnis des Punk entfernt, als der zuverlässige Audio-Dienstleister zu sein. Und doch wirkt „(SIC!)“, das neue, sechste Studioalbum der BROILERS wie eine Korrektur des ultraerfolgreichen Vorgängers „Noir“ von 2014. Diese Platte war eine gefühlte Abschlussarbeit für die Pop-Meisterklasse, eine Prüfung, die man mit großen Hymnen, schönen Melodien und dem sicheren Gespür für eine kleine, elegant und nicht zu schmerzvoll verpackte Portion Wut meisterte. Das Album ging auf Nummer Eins, füllte die Hallen – aber spaltete die Anhängerschaft. Ein übliches Phänomen für Bands, die nicht aus dem Nichts in die Charts gehen. Da kann man nichts machen – außer das Beste draus. Auf „(SIC!)“ haben die BROILERS um Frontmann, Komponist und Texter Sammy Amara, nun die Wut in den Vordergrund gestellt, das süß-melancholische Moment ist fast vollkommen hinter gewaltigen Rocksongs verschwunden. Die erste Single „Bitteres Manifest“ gibt den Ton vor: Es gibt wenige gute Nachrichten zu verkünden, Euphorie wird nicht gewährt. Das auf so traurige Weise perfekt in diese Tage passende „Keine Hymnen heute“ ist nicht nur ein düsteres Stück Dystopia ohne Happy End, sondern schlicht der vielleicht beste Song, den die Band jemals veröffentlicht hat. Die restlichen zwölf Songs zeigen die Band, wie man sie kennt: Die Füße fest auf den Boden, die Hände ganz eng am Puls des Zeitgeistes und die Zähne an der braunschmutzigen Kehle einer rechtsruckelnden Gesellschaft. Musikalisch mal im Ska („Gangster, Gangster“, „Zu den Wurzeln“) beheimatet, mal als beeindruckend dicht komponierte Druckbetankung daherkommend („Bitteres Manifest“, „Nur ein Land“, „Glauben“) und zeitweise in ein zarteres Kleid gewandet („Und hier steh´ ich“, „Ihr da oben“): Die BROILERS sind haben mit „(SIC!)“ eine Werkschau abgeliefert, die zwei Dekaden Evolution erklärt – und dabei so logisch klingt, dass es fast schon kein Punk mehr ist. Das hier ist größer.

(SIC!)
Skull&Palms Recordings/ Warner
Erhältlich ab dem 03.02.2017

(Edwin Scarvino)

Deutschlands bester Bayer

Hans Söllner, der bayerische Rebell, ist vieles. Rasta, Kiffer, Liedermacher, Politikerschreck. Manches gewesen, manches immer noch – alles aber immer mit Überzeugung und zu 120%. Sein starkes Rückgrat und die flinke Zunge haben ihm manchen Ärger eingebracht. Söllner singt und spricht für die Legalisierung von Marihuana und gegen die Gängelung durch die Behörden. Die schlagen in schöner Regelmäßigkeit zurück und schicken dem Musiker Überfallkommandos zu seinen Konzerten und in sein Zuhause. Alles wegen weniger Gramm Marihuana und einiger T-Shirts. Inzwischen hat Söllner 250.000 Euro für diverse Vergehen an den Freistaat zahlen dürfen. Und auch, wenn dieser inzwischen ein wenig zur Ruhe gekommen zu sein scheint – Hans Söllner ist immer noch da und alles andere als versöhnlich gestimmt.

BLANK: Herr Söllner, wie kann es passieren, dass in Bayern offensichtlich so etwas wie eine „Lex Söllner“ existiert und die Öffentlichkeit nimmt davon so wenig Notiz?
Hans Söllner: Ich glaube, dass die Leute so abgelenkt sind, dass es sie gar nicht interessiert. Die interessieren sich doch heutzutage eher für Gigabytes und W-Lan und solche Sachen. Wenn die satt sind und eines Tages mal genug haben, dann interessiert es sie wieder. Und so lange kann ich es aushalten.
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Hans Söllner 2015

DER W: Zwischen Winter und Sommer

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Gute Nachrichten für alle DER W-Fans: Stephan Weidner scheint ganz bei sich selbst zu sein. Das heißt bei dem umtriebigen Musiker natürlich nicht, dass es darum geht, den Status Quo irgendwie und um jeden Preis zu konservieren. Im Gegenteil: Es geht weiterhin darum, sich neue Horizonte zu erschließen – nur dass der Boden zum Abstoßen trittfester und sicherer zu sein scheint. Ganz im Gegensatz zum Vorgänger “III”, dem man die weidnersche Aufbruchstimmung nicht so ganz abnimmt und den ein tiefer Riss durchzieht, ist “IV” eine Frohe Botschaft für alle Weidner-Jünger und solche, die es gerne wieder werden wollen.

WIRTZ – Einlegen, zurücklehnen, wiederbeleben

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Der Wirtz macht Ballett. Also nicht im Sinne von klassischem Tanz, sondern er war einfach fleissig. 2015 dürfte für ihn das Jahr der großen Schritte und neuen Verknüpfungen gewesen sein. Und es war das Jahr vieler Live- und TV-Auftritte. Daniel Wirtz gehörte in der diesjährigen Staffel von „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ zur musikalischen Besetzung und konnte mit konträren Neuinterpretationen anderer Musiker überraschen und überzeugen. Vor allem erfuhr der Wahl-Frankfurter einen wahnsinnigen Boost an Popularität, womit er womöglich selbst nicht rechnete, zumindest nicht in diesem Ausmaß.

Sein mittlerweile fünftes Studioalbum „Auf die Plätze, fertig, los!“ erschien im Juni diesen Jahres und konnte sich erfolgreich in den deutschen Charts platzieren. Auch die Vorgängeralben wie „11 Zeugen“, „Erdling“, „Akustik Voodoo“ sowie „Unplugged“ erfuhren nochmals erhöhte Aufmerksamkeit, nachdem Wirtz im Tauschkonzert die Zuschauer vollends überzeugen konnte. Daniel Wirtz polarisierte nicht, er vereinnahmte nicht, er blieb mehr im Hintergrund ohne Selbstinszenierung – außer in den Momenten, als er die Bühne betrat, die Gitarre in die Hand nahm und zu singen begann. Wirtz begeistert seit jeher mit Vielseitigkeit und sympathischer Bescheidenheit und natürlich – wie soll es auch anders sein – mit solider Rockmusik und überzeugenden deutschen Texten.

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