Archive for September, 2013

Tätowierte Männlichkeit, fleischlos aber mit Seele: Light Your Anchor

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Im Laufe der letzten zwanzig Jahre hat sich mein Verhältnis zu dem was man als ‘harte Gitarrenmusik’ bezeichnen könnte doch sehr verändert. Das hat mit Sicherheit und in meinem Fall auch etwas mit einer gewissen und grundsätzlichen Ablehnung von Szene-Inzest und Ignoranz zu tun, doch wo fängt man mit Kritik besser an als bei sich selbst.
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Eine Exit-Strategie für die Neunziger Jahre. Stefan Kalbers Debut “Notausgang” neu aufgelegt

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“Schmerz” hieß vor mittlerweile vier Jahren der erste Text von Stefan Kalbers für das Blank Magazin. Um es kurz zu halten bzw. um nicht unnötig in Historie zu tauchen, hier das Vorwort zur nun vorliegenden Neuauflage von Kalbers prosaischen Debut “Notausgang”, geschrieben von Blank-Mitherausgeber und Lautsprecherverlag-Gründer Johannes Finke und dieser Tage erschienen beim Unsichtbar Verlag.

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In Hellersdorf ist es zu hell

Julia Schramm war in Berlin Marzahn-Hellersdorf, wo derzeit eine unheilige Allianz von Anwohnenden und organisierten Nazis gegen eine Flüchtlingsunterkunft hetzt. Dies ist eine fiktionalisierte Aufarbeitung. Weitere Informationen findet ihr hier: http://infoportalhellersdorf.blogsport.de/

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Schnell, schnell – sonst läuft dein Style vor dir davon

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Wer selbstbewusst aber wankelmütig seinen Style zur Schau trägt, kennt JustFab sowieso schon. Wer aber wankelmütig und unsicher auf der Suche nach sich selbst und der adäquaten Mode ist, sollte schnellstens den Weg gen justfab.de antreten. Dort gibt es für alle modischen Wandervögel, die Stilsicheren wie die Unsicheren, den passenden Look. Du sagst, was du willst – und JustFab sagt dir, was du brauchst. Und natürlich haben sie es auch da, wenn auch meistens in streng limitierten Größenordnungen. Stil ist eben individuell. Schnell sein ist Pflicht, denn wie die Styleexperten wissen, sind die besten Sachen immer schneller weg, als man “Stilberatung” sagen kann.

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Oder wie könnt ihr euch erklären, dass die schärfsten, lässigsten, schicksten, angesagtesten und elegantesten Teile an den hottesten Spots Berlins noch während ihrer Präsentation ruckzuck Füße bekommen haben? Tja, wer zu lange wartet, dem kommen sie eben zuvor. Wir haben das große Glück, noch kurz vor knapp die Hände an zwei paar verdammt coole Biker Boots “Quinlan” bekommen zu haben, bevor auch sie sich aus dem Staub gemacht haben. Wir haben sie einmal in 39 und einmal in 40. Wer in Herbst und Winter trittsicher auf den Roten Teppichen, in Clubs, Lounges und neidischen Freundeskreisen unterwegs sein möchte, schickt bis zum 8.10. eine Mail mit seiner Wunschgröße an verlosung@blank-magazin.de.

“F” – Daniel Kehlmann

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Der 1975 in München geborene Daniel Kehlmann ist ein großartiger Schriftsteller, das ist unbestritten. Und auch wenn die “Die Vermessung der Welt” mir das Herz nicht vollständig zu erwärmen wusste, so hatte er mich bereits mit “Ich und Kaminski” oder danach mit der Kurzgeschichte “Rosalie beschließt zu sterben” aus “Ruhm”. Was er da jetzt aber mit seinem neuen Roman “F” wieder veranstaltet, ist erneut über jede Kritik erhaben. Einzig, ob einen die Frage nach der Existenz des Zufalls interessiert, oder ob man den Zwillingen wie deren Halbbruder auf ihrem schicksalhaften Lebensweg folgen will, bleibt Geschmackssache. Ich mochte es.

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Einige der besten Zeilen:

Jahre später, sie waren längst erwachsen und ein jeder verstrickt in sein eigenes Unglück…..
Ich verfehle die meisten Töne, aber das gehört zu meinem Beruf, fast alle Pfarrer singen schlecht.
Ein Priester muss vorsichtig sein dieser Tage, harmlose Gesten gibt es nicht mehr.
Ich beneide Alkoholiker. Filme werden über sie gedreht, man engagiert die besten Schauspieler, man schreibt über sie Reportagen und Romane.
Wie, wenn wir immer derselbe sind, in immer anderen Träumen?
Die Hälfte der verbliebenen Strecke wird wieder eine Hälfte haben und diese wieder eine, und da verstehe ich, dass Zeit nicht nur unendlich lang ist, sondern auch unendlich dicht, zwischen einem Moment und dem nächsten liegen immer unendlich viele andere Momente; wie kann sie überhaupt vergehen?

Roman Libbertz

         

Kunst in vielen Gewändern

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Ehre, wem Ehre gebührt: Erst jüngst wurde nach dem längst verstorbenen Norman Keith Collins ein wohlschmeckender, aromatischer Rum benannt. Weil “Norman Keith Collins” erstens kein besonders guter Name für ein Getränk ist und damit zweitens auch kein Eintrag im großen Geschichtsbuch der Coolness erreichbar gewesen wäre, nannte sich Collins zu Lebzeiten prägnanter “Sailor Jerry”.

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So heißt jetzt das Getränk und so hieß der Mann, der die Tattoowelt revolutionierte. Er, der Lehrer von Tattoo-Ikone Don Ed Hardy, mischte die gegenständliche US-amerikanische Körperkunst mit den verspielten, bisweilen esoterisch aufgeladenen Elementen der asiatischen Schule und schaffte damit etwas völlig neues. Der Rum, der seinen Namen trägt, macht das genauso: “Straight-up, no non-sense” ist der und vereint die klassische Ernsthaftigkeit des Rum mit exotischen Aromen wie Vanille oder Zimt. Sailor Jerry ist Kunst in mehreren Gewändern: Entweder im Glas oder in der Haut. 40 Jahre nach seinem Tode erlebt Sailor Jerry seine große Wiederauferstehung. Denn er wird nicht nur von der Getränkeindustrie gewürdigt, sondern auch multimedial. Die Dokumentation “Hori Smoku Sailor Jerry” beleuchtet den Mann, dank dem das amerikanische Tättowierwesen in “Before Sailor Jerry” und “After Sailor Jerry” unterteilt wird. Wir verlosen zweimal das hochwertige, großformatige Buch zum Film. Zig Farbbilder seiner Kunst, dazu wird in zahlreichen Textbeiträgen Leben und Werk des Meisters gewürdigt. Wer sich ein Stück Tttoogeschichte ins Regal stellen möchte, schickt uns bis zum 5.10. eine Mail mit dem Betreff “Sailor Jerry” an verlosung@blank-magazin.de.

Berlinischer als Berlin

BLANK wurde zum ersten Mal auf einer dieser eigentlich immer gleichen Fashion Week-Aftershowevents aufmerksam auf Marla Blumenblatt. Denn wer in die Gilde der Eckensteher und Visitenkartenzücker, eingebettet in ein durch choreographiertes Ensemble aus Schnittchenverkostung und einstudiertes Nervgelaber ohne Pause “Aha”-Momente zaubert, hat etwas Außergewöhnliches. Dass die Künstlerin das mit schmissigem Retropop schafft, spricht zwar nicht für die lokale Szene, aber sehr für die multitalentierte Marla. Kokettierend, aber nie flach – lasziv, aber nie billig, cool, aber auf die gute Weise. Also genau das, was Berlin schon lange sein will. Auf ihrem ersten Album “Immer die Boys” fängt die ehemals in Paris und Las Vegas solierende ehemalige Tänzerin ein ganz besonderes Lebensgefühl ein: Alles kann, nichts muss. Schillernd, theatralisch, ungezügelt: Marla ist mehr Berlin, als Berlin es jemals schaffen wird. Wie gesagt, auf die gute Weise. Mehr Infos zu Album und Marla gibt es auf www.marlablumenblatt.com – das aktuelle Video zu “Gartenpavillon” schon hier:

Jonas Lüscher – Frühling der Barbaren (C.H.Beck)

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Aus unvorstellbaren Gründen hat sein Roman zunächst keinen Verlag gefunden. So debütierte Jonas Lüscher mit einer Novelle. Und diese Geschichte über ein hedonistisches Fest mit Knalleffekt ist ein Juwel. Vollkommen zu Recht auch für den Deutschen Buchpreis nominiert.

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Einige der besten Zeilen:

Hinter den spiegelnden Scheiben des Reisebusses ließen sich schemenhaft die Gesichter zahlreicher Touristen ausmachen, die teils blass und mit offenem Mund auf die Szenerie starrten, teil ihre Gesichter an die Scheibe drängten und möglichst viel des Schlamassels auf ihre Speicherkarten zu bannen versuchten, damit sich die Geschichte daheim illustrieren ließ.

Ich hatte es mir zum Grundsatz gemacht, undurchsichtige Dinge, die kaum zu verstehen waren und die außerhalb meiner Reichweite lagen, als Anlass zur Sorge auszuschließen, und damit bin ich bis zum heutigen Tag gut gefahren.

Nur weil man etwas erlebt hatte, hiess es noch lange nicht, dass man wusste, was es bedeutete.

Quicky, der sich mittlerweile aller Kleidung, bis auf eine knittrige Chino, entledigt hatte und breitbeinig auf einer Sonnenliege ruhte, reagierte gelassen, schleuderte sein nutzloses gewordenes Telefon mit einer schnellen Bewegung aus dem Handgelenk in das irisierende Blau des Schwimmbeckens, wo es für das erste Blutvergießen an jenem Tag sorgte, als es nämlich nicht einfach wie ein Stein versank, sondern, seiner flachen Form geschuldet, drei, vier Mal auf der Wasseroberfläche lustig aufhüpfte und schlussendlich der schwimmenden Leiterin einer privaten Kinderkrippe, die bis zu jenem Moment ein bisschen wie Romy Schneider ausgesehen hatte, die Vorderzähne ausschlug.

Roman Libbertz

Sommerhandschuhe von ESKA für den wahren Gentleman Look

Angelo

Mit Leidenschaft und viel Fingerspitzengefühl kreiert das österreichische Familienunternehmen ESKA in aufwändiger Handarbeit liebevoll und passgenau gefertigte Handschuh-Unikate. Die jahrelange Spezialisierung auf das Produkt Handschuh machen die Modelle von ESKA zu wahren Meisterwerken.

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Nutze hier die Chance und gewinne das Modell Angelo in Größe 8,5! Genäht aus feinstem Rehleder, mit raffiniertem Verschluss und kontrastreichen Nähten ist dieser Handschuh ein echter Hingucker. In lauen Sommernächten, beim Cabriofahren oder auf der Vespa wärmen sie nicht nur, sie schützen die Hand und sind lässig in die Hosentasche gesteckt der Hingucker eines jeden Outfits. Wenn du dir die Handschuhe noch diesen Spätsommer überstreifen möchtest, dann schick uns bis 10.9. eine Mailmit dem Betreff “ESKA” an verlosung@blank-magazin.de. Viel Glück.

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