<span>BLANK FASHION FOTOS</span> Modefotografie ist zuweilen eine sehr spezielle Angelegenheit. Wir lichten den Dschungel. Diesmal mit Martin Bauendahl, der 1970 in Köln geboren wurde und heute in Hamburg und Paris lebt. Seine Fotos konnte man bereits in Magazinen wie Style & The Family Tunes, Lowdon, Tush oder Vogue sehen. Man könnte durchaus behaupten, dass er zur Zeit ein angesagter Fotograf ist. <span>Die zwei Seiten von Marrakech</span>Marrakech, die magische Stadt der Düfte, der Farben, des bunten Treibens.
Mit seinen Kutschern, Schlangenbeschwörern, Teppichhändlern und eben den Berbern. <span>Auf einer Rakete durch Bangladesh</span>Reiseredakteur Boris Guschlbauer erzählt von seiner Reise auf einem klapprigen Dampfer – von Dhaka in die Provinz nach Morrelganj.

Die zwei Seiten von Marrakech

Durch die kargen, aber saftig grünen Täler des Atlas Gebirges arbeitet sich unser Wagen über den spitzen Schotter.
Wir entfernen uns vom Toubkal, dem höchsten Berg Nordafrikas hin zur Hauptstadt der Berber.
Und auch wenn Missionare hier ihr Unwesen getrieben haben, ist deren Handwerk bis heute nicht allein in trouristenfreundliche Nischen gedrängt worden.
Marrakech, die magische Stadt der Düfte, der Farben, des bunten Treibens.

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Mit seinen Kutschern, Schlangenbeschwörern, Teppichhändlern und eben den Berbern.
Marrakech, heute sogar europäisches Touristenurlaubsziel Nummer 1 und dabei liegt es nicht einmal am Meer.
Mit seinem Tanjine, dem Gericht der Stadt, ein Ragout aus Fleisch und Gemüse, in 200 verschiedenen Variationen.
Mit seiner labyrinthischen Medina, in der es nachts ganz schön gespentisch werden kann und dessen kleinen streng abgegrenzten Themenviertel.
Mit seiner goldenen Sonne, den leuchtenden Strahlen die nicht stechen, aber vor denen sich Europääer dennoch in acht nehmen sollten.
Und eben mit seinem ganz anderen Kosmos, der Welt von 1001 Nacht, der Paläste, des Luxus.
Ein Beispiel:
Das “La Mamounia”
Einst Geschenk des Sulants an seinen Sohn dann 1923 unter französicher Besatzung zum Hotel umfunktioniert.
Eine grüne Oase, eine eingene Welt inmitten der roten sandsteinigen Landschaft.
Und nachts in der Bar, unter Sternenhimmel,
mit leichtem warmen Wind im Gesicht,
fühlt man sich dann wie mitten im Englischen Patienten,
oder lässt Churchills Zigarrenrauch einem die Nase streifen.

Text und Fotos: Roman Libbertz

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Patio (1)

Deutschlands bester Bayer

Hans Söllner, der bayerische Rebell, ist vieles. Rasta, Kiffer, Liedermacher, Politikerschreck. Manches gewesen, manches immer noch – alles aber immer mit Überzeugung und zu 120%. Sein starkes Rückgrat und die flinke Zunge haben ihm manchen Ärger eingebracht. Söllner singt und spricht für die Legalisierung von Marihuana und gegen die Gängelung durch die Behörden. Die schlagen in schöner Regelmäßigkeit zurück und schicken dem Musiker Überfallkommandos zu seinen Konzerten und in sein Zuhause. Alles wegen weniger Gramm Marihuana und einiger T-Shirts. Inzwischen hat Söllner 250.000 Euro für diverse Vergehen an den Freistaat zahlen dürfen. Und auch, wenn dieser inzwischen ein wenig zur Ruhe gekommen zu sein scheint – Hans Söllner ist immer noch da und alles andere als versöhnlich gestimmt.

BLANK: Herr Söllner, wie kann es passieren, dass in Bayern offensichtlich so etwas wie eine „Lex Söllner“ existiert und die Öffentlichkeit nimmt davon so wenig Notiz?
Hans Söllner: Ich glaube, dass die Leute so abgelenkt sind, dass es sie gar nicht interessiert. Die interessieren sich doch heutzutage eher für Gigabytes und W-Lan und solche Sachen. Wenn die satt sind und eines Tages mal genug haben, dann interessiert es sie wieder. Und so lange kann ich es aushalten.
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Hans Söllner 2015

DER W: Zwischen Winter und Sommer

DER W - IV
Gute Nachrichten für alle DER W-Fans: Stephan Weidner scheint ganz bei sich selbst zu sein. Das heißt bei dem umtriebigen Musiker natürlich nicht, dass es darum geht, den Status Quo irgendwie und um jeden Preis zu konservieren. Im Gegenteil: Es geht weiterhin darum, sich neue Horizonte zu erschließen – nur dass der Boden zum Abstoßen trittfester und sicherer zu sein scheint. Ganz im Gegensatz zum Vorgänger “III”, dem man die weidnersche Aufbruchstimmung nicht so ganz abnimmt und den ein tiefer Riss durchzieht, ist “IV” eine Frohe Botschaft für alle Weidner-Jünger und solche, die es gerne wieder werden wollen.

WIRTZ – Einlegen, zurücklehnen, wiederbeleben

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Der Wirtz macht Ballett. Also nicht im Sinne von klassischem Tanz, sondern er war einfach fleissig. 2015 dürfte für ihn das Jahr der großen Schritte und neuen Verknüpfungen gewesen sein. Und es war das Jahr vieler Live- und TV-Auftritte. Daniel Wirtz gehörte in der diesjährigen Staffel von „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ zur musikalischen Besetzung und konnte mit konträren Neuinterpretationen anderer Musiker überraschen und überzeugen. Vor allem erfuhr der Wahl-Frankfurter einen wahnsinnigen Boost an Popularität, womit er womöglich selbst nicht rechnete, zumindest nicht in diesem Ausmaß.

Sein mittlerweile fünftes Studioalbum „Auf die Plätze, fertig, los!“ erschien im Juni diesen Jahres und konnte sich erfolgreich in den deutschen Charts platzieren. Auch die Vorgängeralben wie „11 Zeugen“, „Erdling“, „Akustik Voodoo“ sowie „Unplugged“ erfuhren nochmals erhöhte Aufmerksamkeit, nachdem Wirtz im Tauschkonzert die Zuschauer vollends überzeugen konnte. Daniel Wirtz polarisierte nicht, er vereinnahmte nicht, er blieb mehr im Hintergrund ohne Selbstinszenierung – außer in den Momenten, als er die Bühne betrat, die Gitarre in die Hand nahm und zu singen begann. Wirtz begeistert seit jeher mit Vielseitigkeit und sympathischer Bescheidenheit und natürlich – wie soll es auch anders sein – mit solider Rockmusik und überzeugenden deutschen Texten.

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“Sie sind ein schöner Mann” – Jetzt DVD gewinnen!

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Die Redaktion sagt: Für die Qualität und die Seele einer mittelmäßigen französischen romantischen Komödie muss sich der deutsche Film ganz schön strecken. An die mit wirklich Charme kommen deutsche Arbeiten sowieso ganz selten ran. Ein nicht mehr ganz Neues aber jetzt endlich quer durch alle Formate erhältliches Beispiel ist das tragischkomischromantische “Sie sind ein schöner Mann”. Auch ohne die allererste Riege der französischen Kinostars zaubert das Spiel wunderbar spleenig-liebenswürdige, charmant-sperrige Charaktere auf die Leinwand und entwirft eine Geschichte, die sich von grotesk – die Frau von Bauer Aymé scheidet reichlich untypisch durch einen Kurzschluss der Melkmaschine aus dem harten Leben – zu anrührend – hier mit Blick auf das Finale kein Beispiel – entwickelt. Dazwischen geht der leicht farblose Franzosenfarmer ganz “Bauer sucht Frau”-mäßig auf große Brautschau in Osteuropa und wie beim TV-Format werden ihm allerhand heiratswillige Schönheiten zugeführt, die sich zwar alle – mal mehr, mal weniger authentisch – als hochinteressiert am frisch Verwitweten präsentieren, aber wenig Begeisterung entfachen. Denn Aymés Ansprüche sind klar, aber nicht besonders attraktiv: Er sucht nicht die große Liebe, sondern eine funktionierende Bäuerin für den heimischen Hof. Und die lernt man eben nicht im eigenen Dorf kennen. Natürlich bringt er trotzdem eine Neubäuerin mit nach Hause – und damit geht der Tanz so richtig los. Denn die schöne Elena hatte sich von diesem Arrangement natürlich deutlich mehr versprochen, als das harte, wenig glamouröse Dasein als Bauersfrau. Und während im TV die Fremdscham für die schönen Momente sorgt, sind es im Heimkino die spielerische Ironie, der Clash der Kulturen und einige märchenhafte Entwicklungen bis hin zum… Aber schaut selbst, denn es lohnt sich. In Frankreich sahen übrigens mehr als 4 Millionen Menschen “Sie sind ein schöner Mann”. Und dass die französischen Filmfans nicht irren können, wissen wir ja spätestens seit man uns zwei ziemlich beste Freunde auf die heimischen Leinwände geschickt hat.

Die gute Nachricht: Wir verlosen 3x “Sie sind ein schöner Mann” auf DVD. Wer in den Genuss schreibt bis zum 16.11. eine Mail mit dem Betreff “Sie sind ein schöner Mann” an verlosung@blank-magazin.de.

Alle, die nicht so lange warten oder auf ihr Glück vertrauen wollen: “Sie sind ein schöner Mann” ist ab sofort wieder auf DVD und neu als Video On Demand erhältlich.

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