<span>BLANK FASHION FOTOS</span> Modefotografie ist zuweilen eine sehr spezielle Angelegenheit. Wir lichten den Dschungel. Diesmal mit Martin Bauendahl, der 1970 in Köln geboren wurde und heute in Hamburg und Paris lebt. Seine Fotos konnte man bereits in Magazinen wie Style & The Family Tunes, Lowdon, Tush oder Vogue sehen. Man könnte durchaus behaupten, dass er zur Zeit ein angesagter Fotograf ist. <span>Die zwei Seiten von Marrakech</span>Marrakech, die magische Stadt der Düfte, der Farben, des bunten Treibens.
Mit seinen Kutschern, Schlangenbeschwörern, Teppichhändlern und eben den Berbern. <span>Auf einer Rakete durch Bangladesh</span>Reiseredakteur Boris Guschlbauer erzählt von seiner Reise auf einem klapprigen Dampfer – von Dhaka in die Provinz nach Morrelganj.

DER W: Zwischen Winter und Sommer

DER W - IV
Gute Nachrichten für alle DER W-Fans: Stephan Weidner scheint ganz bei sich selbst zu sein. Das heißt bei dem umtriebigen Musiker natürlich nicht, dass es darum geht, den Status Quo irgendwie und um jeden Preis zu konservieren. Im Gegenteil: Es geht weiterhin darum, sich neue Horizonte zu erschließen – nur dass der Boden zum Abstoßen trittfester und sicherer zu sein scheint. Ganz im Gegensatz zum Vorgänger “III”, dem man die weidnersche Aufbruchstimmung nicht so ganz abnimmt und den ein tiefer Riss durchzieht, ist “IV” eine Frohe Botschaft für alle Weidner-Jünger und solche, die es gerne wieder werden wollen.

Die zwei Seiten von Marrakech

Durch die kargen, aber saftig grünen Täler des Atlas Gebirges arbeitet sich unser Wagen über den spitzen Schotter.
Wir entfernen uns vom Toubkal, dem höchsten Berg Nordafrikas hin zur Hauptstadt der Berber.
Und auch wenn Missionare hier ihr Unwesen getrieben haben, ist deren Handwerk bis heute nicht allein in trouristenfreundliche Nischen gedrängt worden.
Marrakech, die magische Stadt der Düfte, der Farben, des bunten Treibens.

Weiter weiter lesen

Mit seinen Kutschern, Schlangenbeschwörern, Teppichhändlern und eben den Berbern.
Marrakech, heute sogar europäisches Touristenurlaubsziel Nummer 1 und dabei liegt es nicht einmal am Meer.
Mit seinem Tanjine, dem Gericht der Stadt, ein Ragout aus Fleisch und Gemüse, in 200 verschiedenen Variationen.
Mit seiner labyrinthischen Medina, in der es nachts ganz schön gespentisch werden kann und dessen kleinen streng abgegrenzten Themenviertel.
Mit seiner goldenen Sonne, den leuchtenden Strahlen die nicht stechen, aber vor denen sich Europääer dennoch in acht nehmen sollten.
Und eben mit seinem ganz anderen Kosmos, der Welt von 1001 Nacht, der Paläste, des Luxus.
Ein Beispiel:
Das “La Mamounia”
Einst Geschenk des Sulants an seinen Sohn dann 1923 unter französicher Besatzung zum Hotel umfunktioniert.
Eine grüne Oase, eine eingene Welt inmitten der roten sandsteinigen Landschaft.
Und nachts in der Bar, unter Sternenhimmel,
mit leichtem warmen Wind im Gesicht,
fühlt man sich dann wie mitten im Englischen Patienten,
oder lässt Churchills Zigarrenrauch einem die Nase streifen.

Text und Fotos: Roman Libbertz

IMG_2232
IMG_2123
IMG_2118
Patio (1)
Outdoor Pool (1)Indoor Pool (1)IMG_2332IMG_2218
IMG_2268

Patio (1)

WIRTZ – Einlegen, zurücklehnen, wiederbeleben

WIRTZ_DVD

Der Wirtz macht Ballett. Also nicht im Sinne von klassischem Tanz, sondern er war einfach fleissig. 2015 dürfte für ihn das Jahr der großen Schritte und neuen Verknüpfungen gewesen sein. Und es war das Jahr vieler Live- und TV-Auftritte. Daniel Wirtz gehörte in der diesjährigen Staffel von „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ zur musikalischen Besetzung und konnte mit konträren Neuinterpretationen anderer Musiker überraschen und überzeugen. Vor allem erfuhr der Wahl-Frankfurter einen wahnsinnigen Boost an Popularität, womit er womöglich selbst nicht rechnete, zumindest nicht in diesem Ausmaß.

Sein mittlerweile fünftes Studioalbum „Auf die Plätze, fertig, los!“ erschien im Juni diesen Jahres und konnte sich erfolgreich in den deutschen Charts platzieren. Auch die Vorgängeralben wie „11 Zeugen“, „Erdling“, „Akustik Voodoo“ sowie „Unplugged“ erfuhren nochmals erhöhte Aufmerksamkeit, nachdem Wirtz im Tauschkonzert die Zuschauer vollends überzeugen konnte. Daniel Wirtz polarisierte nicht, er vereinnahmte nicht, er blieb mehr im Hintergrund ohne Selbstinszenierung – außer in den Momenten, als er die Bühne betrat, die Gitarre in die Hand nahm und zu singen begann. Wirtz begeistert seit jeher mit Vielseitigkeit und sympathischer Bescheidenheit und natürlich – wie soll es auch anders sein – mit solider Rockmusik und überzeugenden deutschen Texten.

Weiter weiter lesen

“Sie sind ein schöner Mann” – Jetzt DVD gewinnen!

mail-part

Die Redaktion sagt: Für die Qualität und die Seele einer mittelmäßigen französischen romantischen Komödie muss sich der deutsche Film ganz schön strecken. An die mit wirklich Charme kommen deutsche Arbeiten sowieso ganz selten ran. Ein nicht mehr ganz Neues aber jetzt endlich quer durch alle Formate erhältliches Beispiel ist das tragischkomischromantische “Sie sind ein schöner Mann”. Auch ohne die allererste Riege der französischen Kinostars zaubert das Spiel wunderbar spleenig-liebenswürdige, charmant-sperrige Charaktere auf die Leinwand und entwirft eine Geschichte, die sich von grotesk – die Frau von Bauer Aymé scheidet reichlich untypisch durch einen Kurzschluss der Melkmaschine aus dem harten Leben – zu anrührend – hier mit Blick auf das Finale kein Beispiel – entwickelt. Dazwischen geht der leicht farblose Franzosenfarmer ganz “Bauer sucht Frau”-mäßig auf große Brautschau in Osteuropa und wie beim TV-Format werden ihm allerhand heiratswillige Schönheiten zugeführt, die sich zwar alle – mal mehr, mal weniger authentisch – als hochinteressiert am frisch Verwitweten präsentieren, aber wenig Begeisterung entfachen. Denn Aymés Ansprüche sind klar, aber nicht besonders attraktiv: Er sucht nicht die große Liebe, sondern eine funktionierende Bäuerin für den heimischen Hof. Und die lernt man eben nicht im eigenen Dorf kennen. Natürlich bringt er trotzdem eine Neubäuerin mit nach Hause – und damit geht der Tanz so richtig los. Denn die schöne Elena hatte sich von diesem Arrangement natürlich deutlich mehr versprochen, als das harte, wenig glamouröse Dasein als Bauersfrau. Und während im TV die Fremdscham für die schönen Momente sorgt, sind es im Heimkino die spielerische Ironie, der Clash der Kulturen und einige märchenhafte Entwicklungen bis hin zum… Aber schaut selbst, denn es lohnt sich. In Frankreich sahen übrigens mehr als 4 Millionen Menschen “Sie sind ein schöner Mann”. Und dass die französischen Filmfans nicht irren können, wissen wir ja spätestens seit man uns zwei ziemlich beste Freunde auf die heimischen Leinwände geschickt hat.

Die gute Nachricht: Wir verlosen 3x “Sie sind ein schöner Mann” auf DVD. Wer in den Genuss schreibt bis zum 16.11. eine Mail mit dem Betreff “Sie sind ein schöner Mann” an verlosung@blank-magazin.de.

Alle, die nicht so lange warten oder auf ihr Glück vertrauen wollen: “Sie sind ein schöner Mann” ist ab sofort wieder auf DVD und neu als Video On Demand erhältlich.

ESCHENBACH – Zurück in die Zukunft

Divide Et Impera

Es ist viel passiert in den letzten Jahren bei ESCHENBACH – und dafür ist verdammt wenig passiert. Klingt nach einem Widerspruch? Nein, im Gegenteil. Nach zwei Alben, die sich mittelhoch aber immerhin in den Charts platzieren konnten, einer kurzen aber bewegten Geschichte, kehrte plötzlich Stillstand ein im Lager des deutsch rockenden Fünfers. Das Label löste sich auf, die Band hat mehrmals ihr Gesicht verändert und während diese Turbulenzen andernorts zu dynamischer Aufbruchstimmung führt, blieb man bei ESCHENBACH doch lieber erstmal in der Deckung, bis sich der Staub verzogen hat. Jetzt legt man mit DIVIDE ET IMPERA endlich ein neues Lebenszeichen vor, das es aus mehreren Gründen in sich hat. Der Fünfling ist eine kleine Emanzipation von ihrem langjährigen Produzenten und Wegbegleiter Stephan Weidner (Böhse Onkelz, Der W), der der Band zwar immernoch freundschaftlich zur Seite aber eben nicht mehr hinter den Reglern steht. Die 5 Stücke sind so vom ersten Ton an in Eigenregie enstanden und das tut der Musik gut. Ein Prozess, der schon auf dem letzten Volle-Länge-Studioalbum “Alles in Allem” aus dem Jahr 2012 eingesetzt hat, setzt sich hier fort: Die Band findet sich, benötigt weniger Input von außen und hat ihre Lektion in den vergangenen Jahren unter den Fittichen des “großen Bruders” gut gelernt. Zeit, zu fliegen! Nur den Mix hat man in den Händen von Michael Mainx (Böhse Onkelz, Der W, D-A-D, Tankard u.a.) im studio23 gelassen. Eine gute Entscheidung, denn das selbstproduzierte Material klingt international und schön fett.

DIVIDE ET IMPERA ist außerdem das Verbindungsstück zwischen dem, das war und dem, das kommt. Limitiert erscheint die EP als Lebenszeichen zwischen dem lange zurück liegenden letzten Album und dem nächsten “richtigen” Werk auf dem eigenen Label “Tapereturn Recordz” als der “missing link”, der die Fans für ihre Ausdauer belohnen soll. 5 Songs zwischen Aufbruch und Rückbesinnung. Fans der ersten beiden Alben werden sich vor allem im hymnischen “Die mit dem Nebel ziehen” und im vertrackt rockigen Stampfer “Obsessionen” wieder finden. Die anderen Stücke lenken dann eher den Blick in die Ferne. Und was da zu sehen ist, macht viel Lust auf mehr. Oder gleich eine ganze Zeitreise. Der “Zurück in die Zukunft”-Tag findet bei ESCHENBACH mit zwei Wochen Verspätung statt – aber dann mit aller Vehemenz.

DIVIDE ET IMPERA ist ab dem 6.11. ausschließlich über den Webshop der Band erhältlich und bereits für 8,49 Euro signiert und versandkostenfrei vorbestellbar.

zalando.de - Schuhe und Fashion online